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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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chen er gute Lehr/ und Underrichtunggeben könnte/ und lebte noch biß aufdas Jahr Christi ,491. Nemlich 4. Jahrr. Monat/ und n.Tag nach BruderClausen seeligen Ableiben. Da kämeder grimme Todt / klopfete auch anseyn Holm/ daß er erkranckte / undnach fleißiger Wart der Venachbaur-ten/ auch mit den H. Sacramentenversehen würd / Starb auch seelig anunsers Herren Fronleichnams Tag /den 2. BrachMVNat.Loäemenim/Vnnoinciciir Dominica 8eprugAelimge in 6iemXX X. ^anuarg, öc erar lirerL Domi-nicslig 8. Dessen Leib wurde mit gros-sem Leyd in den Flecken Kerns geführt/dort in St. Maria Magdalena Pfarr-kirchen/ in welcher B. Claus getaufftworden/ in einem steinern Sarch/ ohn-gefähr vierthalb Schuh hoch / auch zim-licherläge/ und breite begraben / da-rauff seyn Bildnuß künstlich geschnitten/under der Cantzel gegen Mitnacht/mitsolcher Grabschrifft um den Ranfft deßobern Steins: Hie ligt begraben Bru-

der Ulrich der seeliglich starb! Jahr1491.

Bruder Ulrich war eines lieblichenAngesichts / sein Haupt / weil er zuseinem Alter gelangt / gantz grau / er-lies schönen/langen/ breiten/ und di-cken Barts / mit weiß besprengt / vonNatur mittelmäßiger länge / und wohlbesetzt / doch wegen strenge deß Lebens/und vil fastens bleich / und mager.Sein Klerd war ein eintziger langetRock / nach Form / und Gestaltdeß seeligen B. Clausen / so noch zuKerns über seinem Grab hangt. SeinHaupt bedeckte er mit eins grobk grau-en Hut / gierig parfuß mehrthejls zuseiner gewöhnlichen Pfarr / dahin ihndie Noth/ und Andacht tribe/ mit ei-nem Stecklein/und Rosenkrantz in denHänden. Bey seinem Grab geschehenvil Wunder / wie der gantze KernserKirchgang bezeuget/ weil aber die Al-ten aus Einfalt solche nit fleißig ver-zeichnet / werden ste auch hierinnicht einzuführen sein.

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Mir Lein Men / W«M / md

Sterben Bruder Hans Wagners / erst-lich Karthäuser - Ordens Lcyenbruders/hernach aber Cinsidlers in dem Herr»gottsmld/ ob der Stadt Lucern.

Stürbe um das Jahrr i;i4. den 19. Maij.

Sein Leben hab ich k. »enrjcu8 gezogen aus etlichen Stifft-und Ab-laß - Brieffen. Item aus den Antiqutteten der Carthauß Ittingen / alsfeines Proftß-Hauses/ und dann aus glaubwürdigen Persdhnen Brief-fen / Reden / und Zeugnussen. Ist auch nachfolgendes Leben in die Ca-pell Herrgottswald/ im Jahr 1619. mit Gutheißen/ und Bewilligungder ??. Vilicacorum Carthäuser- Ordens / zweyer Palrum der SocictetIEsu/ und zweyen Doctorn der Heiligen Schrifft auf dem Grifft imHoff zu Lucern gehenckt worden.

man nach der gnaden- wen / Bischofs zu Costantz/ und den 7-

Z««?» reichenGeburtJEsu Chri- regierenden Orthen der löblichen Lydt-

^«Kr. sti 1461. Jahr zehlte/ ist gnoßschafft von den geistlichen Herreu

2 / vvd das Gottshauß St. LaU- Augustiner-Ordens / so man Lanoni-

d/A''' ^ xentii Martyris in Jttin- cos Reguläres nennet / aus wichtige»

Strumen. aen/inderLandgraffschastt Ursachen an die Ehrwürdige Vätter

Thurqöu gelegen / Mit Bewilligung Carthäuser - Ordens verkaufst worden /PäbstNcher Heiligkeit Pij U. auch Heu- welche nach dem sie jetzt etliche wenigtici lv. gebohrnen Freyherren von He- Jahr darinnen gewöhnet / hat sich ei»

k. klurer, Die H. Schwel«. I i r ftom-