Dcr Sociäet IEsu Priestern. 44-
'lanW/ St. Iddä Wittiben in Teut- mahl abwendig gemacht wiewohl er oftscher Sprach bescheiden. Item in ge- denselben bey hohen / und anschliche»dachter Sprach liesse er ausgehen ein 'Persohnen beywohnen müssen / darinN'Beicht- und Communionbüchlein/ Ad- er nit ruhmredig / oder andern Gästenvent/ und Wcyhnacht Predigen. Will mit seiner Traurigkeit beschwerlich /allhie geschweigen die Zahl / und vile sonder so vil einer Ordens-Persvhnge-der Briesten die er an alle Gründ hoch/ büret / lustig / und holdseclig. Seinund nidrigen Persohnen geschickt hat. Gestalt/ Gang / Weiß / und Gebär-Nun ist zuwiffen / daß z.Ding seynd/ den waren zu der Christlichen Demuthwelche die jcnigen / so der Seelen Heyl gerichtet / wie einer ernsthafftiger Per-besürdern wollen / vollkommen machen/ söhn ansteht. Seine Kleidung / undals die Erkandtnuß Menschlicher/ und andere Letbsnothwendigkeiten warenGöttlicher Künsten/ die Wohlreden- nicht unsauber / nit köstlich noch glan-heit / und der tugendsame Wandel / di- tzet / sonder mehr schlecht / und unacht-ft Gnaden / und Göttliche Gaben seynd fam. Sein Red war sanfft/ und dochbey dem Canisio in so hohem Grad / nit leichtfertig/bapffer/aber nit rauch/und dermasscn an einander gehenckt / er hat auch selten gelacht/ und nur Zu-und in einander verschlossen'gewesen / erzcigung einer Freundlichkeit /und Lie- ,daß man nichts schvners / nichts zu al- be. Seine Zung war heilig / ohne unnützlen Verrichtungen dienstliches / und Geschwetz / und auch mitten under denfüglichers begehren hätte mögen. Da- Hosteuthen geistlich. Sein Gemüthmit ich es aber/ wann rch alles erzeh- offen/ und aufrecht/ gesunder Natur/kn wolte / nit zulang mache / befinde und guter Complepion.ich daß 4. Tugenden für anderen /sich
bey disem Apostolischen Mann erzeig- Der Eyffer deß Hauses GOtteS da-,ten; Die erste war Demuth / die an- verzehrte unsern Gottseeligen Canist-der die Gehorsame / und beyde mit um/ welcher als er vermerckte/ daß erEinfalt herrlich geziehret/ die drittedie vonTagzuTaganLeibskräfftenschwä-Begierd zum Gebett/ und letstlich der cher wurde/ hat er alle seine Leibs-innbrünstlge Eyffer zu der Seelen Heyl/ kräfften dahin verwendet / daß er dieund Erhaltung/und Fortpstanhungder leiste Stund / daran die Ewigkeit han-wahren Religion/welche Tugenden der get / glücklich / und wohl zubringenAuthor / oder Scribent dises Lebens möchte. Alle seine Gedancken wende-weitläusfig / und zierlich ausgeführet / te er auf das fromme / und Gottsceli-dahin wir dann den günstigen Leser ge Leben-nach welchem er sich dermassenwerfen wollen. Die Beschaffenheit des richtete / daß er schier von nichts andersLeibs ist dem Gemüth nicht ungleich / reden / oder schreiben könnte / als vonoder unproportioniert gewesen. Er dem andächtigen / und Gottwvhlgesäl-war von Persohn lang / von Angesicht ligen Leben. Er pflegte die Leben derdapffer / von Haar / welches er nach HH. zulesen/ oder lesen lassen/ diega-Gcwohnheit deß Lands etwas langge- ben ihm Urfach GOtt in seinen Heili-tragen / schwarizlecht / und erst in dem gen zuloben. Sein gantzer Leib / sonber-höchsten Alter mit grau vermengt / der lich aber die Füß/ waren ihm großge-Vart zwischen schwartz/ und roth/und schwollen / derowegen ssrach er : Seyhätte ein gutes Gesicht / ob er wohl an GOtt gelobt / die Kranckhest nimt zu.einem Aug / so ihne doch nicht entfiel- Wie man seiner imer gepflegt hat / warle / einen Mangel häkle / daß es ihme er barmit zufriden/ lobet GOtt / undbiß zu seinem End/ in so vil lesen / so dancket darum. Einsmahls als derer vollbracht / nicht verhinderlich ge- Bruder / so seiner pflegte / lang aus-wesen. D< r geistliche Wandel hat al- gebliben / und er mittler Zeit aus demlem seinem Fleiß / Wort / und Wer- Sessel gefallen war / und weil er ihmecken das gröste Ansehen gegeben / dann selbst nicht helffen könnte / ist er langan demselbigen die Widersächer / und auf dem Boden gelegen / biß endlichHemde nichts Madien gesunden / und der Bruder käme / und ihn aufhebte /seine Zuhörer mehr nichsbegehren könn» zu deme er mehr nicht gesagt als al-ten. Die Reinigkeit hat er an Leib/und lein: Ich dancke GOtt der mich so langSeel erhalten. Er pflegte sehr wenig allein gelassen / wir wollen aber einwegMessen/ und zuschlaffen/ er wäre ihme als den andern gute Freund bleiben.
. streng mit Fasten / Wachen / Bußklei- Er war an dem Leib sehr verzehrt / daßdern/ Gess ll n / und andern Leibskar er ohne Schmertzen weder sitzen noch li-steyungen / deßwegen ihme der Gene- gen könnte/und an vilrn Orthen hat erral befohlen / daß er solle deß P. Re- den Leib aufgelegen. Er pflegte zusa-.ctvris Räch jß solchen Dingen pflegen/ gen / der alte Scherb bedörsste keine»und folgen. Von seiner beständigen Artzney / er muß doch fortwandern zumNüchtertest / hat ihne nie kein Gast- Vatter. Sein essen war so wenig ,
daß
t