Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
Seite
477
JPEG-Download
 

Capuciner/ und Märtyrer. ^

rer anderer/ Hie hiervon angezogen / viel, 6onra6us <le ^ttsl-I^nro, 6s.gleichfalls der Schooß der Carholsschen orZio 8glu^o, )scob McKsLl Oorir-Äirchen zugeeyler. no, und alle andere Reformirte Worts-

Diener/lauter Fleisch-Bengel sich zu-Nichts ferneres zu melden von vil sammen verschworen / weiche dann einanderen Glaubens-Bekehrungen/wor- rechte Versammlung der Gottlosestenvon der H: Nunrius der H. 6on§re- ausmachten/ weicher einer / mit Nah-ßsrion äe propaAarräs 6äe umstänvig/ wen Lucius / ein Sohn eines abtrün-unv schriffllichen Berichs eingeschickt / nigen / Nicolai / vorstünde. Nachist noch anzufügen / daß neben denen unterschidlrchen Überlegungen der vor-Predigen/und Disputationen dem See- getragenen Mittlen ihr Gottloses Vor»!en- eyfrigen Diener Christi auch nicht haben auszuführen/ ftynd alle Stim-gemanglet haben andere Weiß/und men dahin ausgefallen; ein neues FeueWeeg sein Absehe zu erreichen/ dann sein der Rebellion unter dem Volck anzu-vor lauter Liebe Gottes/ und des Näch- blasen / und die Waffen wider die Ober-sten unruhiges Gemüth wäre nicht ge- reichliche Soldaten zu ergreiffen. Dali/wohnet müßig zu seyn. Er tringete sagten sie/ haben wir das Joch Leo-«uch allen Fleisses dahin / daß die Ertz- poldi eines vor den Römischen - Glau-Hertzogliche Soldaten denen Calvini- ben so eyfrigen Fürsten von uns abge,sten weder mit bißigen Worten/ we- worffen/ haben wir ein gewunnene ;der mit verdrüßlichen Wercken den ge- die Catholische aber/ vilmehr auch derrtngften Anlaß einiger Mißvergnügung P. Fidelis/ und andere Capuciner eingebeten. So wohl in ihren Kran- verspihlte Sach/ weil kein Aufenthaltwen-Stuben/ als in ihren gesängli- mehr in selbigen : Da sie nun dises Kir-chen Verhaftlungen besuchte/ undtrö- chenrciuberischen Schlusses einig worsstete er sie recht brüderlich. Er lieffe den / ftynd sie aus der höllischen Rath,ihnen auch seine nützliche Fücsprechung Stuben aller wild/ und rasend herfür-so wohl bey deren Officiren / und an- gegangen / denftlbigen zu vollziehen rderen hohen Fürstlichen Beambten an- Dahero haben sie auf alle von demgedeyen/ vor sie jene Gnaden auszu- Teufel/ ihrem getreuen Rathgeber /betten / deren sie sich durch ihre Miß- und Bündnuß- Genossen eingespunne-handlungen unwürdig gemacht hatten, ne Weiß sich bearbeitet/ die von sonstSumma : Er hat halt die freundliche schwängen Pretigäuer zu ErgreiffungEigenschafft eines allgemeinen Vattern der Waffen anzufeuren. Hierzu be-

durchaus erfüllet; dahero zu ihm als dienten sie sich der Versprechung deseinem Vatter vcrfammleten sich so wohl gewissen Sigs / und der Versicherung/die Catholische als uncatholische in dem daß alle die / so in diftr Unternehmungkindlichen Vertrauen/ durch ihne aller für ihre Rel .,'on das Leben einbüffenihrer Beschwerden/ Nothdürffttn/und wurden/ sich oer Glorwürdigen Mar-Anligenheiten entbürdet zu werden. tyr-Cron in dem Himmel ohnfthlbaeKurtz: Es war kein Calvinist eines so zu versehen hatten. Visen Anschlagverkehrten widerwärtigen HumorS / de, entdeckten sie ihnen in aller Geheime,ne nicht die Frommkeit/ und Tugen- aufdaß sie mit Büchsen/ Degen/Hel-den Patris Fldrlis zu dessen Hochfchä- leparten/ mit Eyftn-gesternten Kol-tzung / und Lobsprüchen anreitzeten. ben/ und anderem Gewehr bewaffne-Tllletnig stellten sie ihme aus den allzu- ter m Bereitschafft wären/ solcher sichunbeschränckten Eyfer die Römisch Ca- auf das erst gegebene Zeichen feindlichrholifche Kirch in je mehr / und mehre- zu gebrauchen,ren Aufnahm zu beförderen. Diftr

Ruffdes grossen Dieners Christi/ der Es kirnte aber dises so still nicht her,alle selbige Völcker durchstriche / köil- gehen/ daß solches nicht P.Fidelts garke weniger nicht/ als in den Ohren der bald vermärckt hätte; und wie er ge-Prädicanten sehr verdrüßlich lauten, spühret das Volck von den PrädicarenDahero geriethen sie in eine verminst- aufgehetzet zu seyn / hat er sich vorhe-rige Sorg / wann der längeren Dauer rist mit GOtt durch eyftiges Gebekt /solchen Fortgangs nicht wurde vorge- dann auch mit klugen Persohnen berath-kehrtwerden/ es möchte ihreSectein- schlaget / was für Mittel auszusindenfolglich auch ihr eigenes Interesse gar wären/wordurch disem gefährlichen Be-unter das Eyß kommen/ dessentwegen ginnen diftr Bößwichre vorgekommendann haben sie gewisse Zusammenkünff- könnte werden : Setzet ewige Arkiculten/ Rathschlagungen/ und andere auf/welche nach gestillter Ausruhe nichtWeisen beschlossen / dem ihrem Glau- unthunlich seyn konnten/ einen rechtenben / und Haußhaltunq so abträgigen Friden zu bevestigen / der dann zu merck-Cavuciner ab dem Brod zu helffen. lichem Vortheil deß Römischen Catho»Zu disem Ende haben 8imon 6e l^uäo- lischen Weeftnausschlagen wurde. Diek. l^lursr» Sie Schweif. Ü 0 » L Bes