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Catholisch Gesang-Büchlein, darinnen allerhand schöne geistliche Gesänger zu finden : welche durch das gantze Jahr, an Sonn- und Feyr-Tagen, in den Kinderlehren, Processionen, Creutzgängen, und anderen Orthen sehr nutzlich zu gebrauchen von newem wider getruckt, verbessert, gemehret, und auff die Fürstliche St. Gallische Landschafft gerichtet
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so In der H. Fasten-Zeit.

Seche die kalte/ ««gestalte/

Schulter/ und den ganzen Leib/

Wie zerpeynigt/ lingereinigt/

Das Blut dannoch auß ihm treibt.

Thut ihn ehren/ mit den Zähren/Waschet rein/ und saubere ihn.

Mit Gedancken/ thut ihm dancken/

In das Hertz begrabet ihn.

Ihm gebühret/ wolgezierek/

Zwar der Himmel selbst zur Leich/

Doch die Hertzen/ voller Schmerzn/

Liebt er wie das Himmelreich.

Von der Gedult.

AiLl Tugend schon/ vil Ehr und Lohn/ ver.^'heiffenchun/ und bringen / drumb MitBegird/gestalt jetzmir/von einer waszu sin-gen: Gedult genandt/ gar wol bekandt/ abernicht allzeit g'liebet / wird offc gepreyßk / dochselten gleist/von wenigen geüber.

Gedult macht ring / gar schwäre Ding /die man sonst nichtkan tragen / drumb sollenwir/ mit Freuds» ihr/ im Crcutz fliehenohnzagen : Gedult macht Huld / zahlt iMicheSchuld/ ist gar ein grosse Tugend/und zimbczugleich / auch Arm rrnd Reich / dem Aleer /alsderIugendr. Drumb