§. XII.
Bey'Lustbarkeiten gebe auf dich acht.
^Zne ehrbare Lustbarkeit ist niemand -verbotten/ durch welche w:r uns, ^da wir uns durch Arbeit, oder Sor- ^gen abgemattet, wiederum erhollen. .Seye aber behutsam, daß du deineLustbarkeit nicht in diesem suchest, wel-ches wider GOtt, wider das Gewis-sen , wider Ehr / und Ehrbarkeit ist.
Du sollst dich wohl bedenken, mit wel-chen Personen du deine Lustbarkeit an-stellen wollest; dann es könnte leichtlichgeschehen, daß du bey Bösen Boß wur-dest, deiner selbst vergessetest, und einschweres Gewissen davon tragen müß-lest. Vleleicht wurde man von dir auch rwenig Gutes reden, welches deiner *Ehr, und deinem guten Namen höchst ' «schädlich wäre, ivdeme doch der gute sNamen mehr werth ist, als Gold, weil ^man leichter verlohrenes Gold als ver- 'lohreven guten Namen wiederum ha-ben kann. Niemal lasse dir wohlge- ^fallen eine Lustbarkeit, durch welcheGOtt beleydiget wird, oder deinem ^Nächsten schädlich wäre. Wie kan das .eine Freud sey», wann du dir dadurch .
G0tt .