§. XIV.
Betrachte am Anfang daF Ende.
s'
A!Orher gethan, hernach betracht,^ hat sehr viel ins Elend bracht.Wann das Kind schon in Brunnen ge-fallen, ist es zuspath, wann man her-nach den Brunn verdecken will. Esist schwer zu schwimmen, wann dasWasser über den Kopf gehet. Es istleicht einen Stein von Berg abwetzen,aber hinaufbringen, brauchet es gros-se Mühe. Also kannst du auch leicht inein schwere, deiner Seligkeit höchstschädliche Sünd füllen, ob du aber voneinem so gefährlichen Fall wiederumwerdest aufstehen, das weist du nicht.Wäre dir erste Sünd bey vielen nichtgeschehen, wäre auch die andere, undmehr Sünden nicht geschehen. Darum,gehorsamer Sohn! betrachte am An-fang das Ende, und mchr am Ludeden Anfang ; sonsten wäre die Reuschon zu spath, und müßtest sagen: IchHabs vorher gethan, hernach betracht,
gebracht.
Wie bitter ist die spathe Reu, welche
doch nach geschehener Sünd, vor Un-
glück, oder Schaden, dich wenig wur-
de