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Bericht über den Ersten Verbandstag der Hilfsschulen Deutschlands zu Hannover am 12. und 13. April 1898 / hrsg. vom Ortsausschuss
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manches zu beraten vorliegt, was auf selbständigen Versamm-lungen geschehen muss. Ich beantrage daher, die Versammlungwolle sich zu einem Verbände der deutschen Hilfsschulen ernennen.

Es ist zwar ein Teil der Hilfsschulen hier nicht vertreten;doch ich hoffe, dieselben werden sich in nicht zu ferner Zeit unsa nschliessen. Man kann nicht alles auf einen Wurf haben. Mancheunserer Hollegen nehmen wohl eine abwartende Stellung ein, umerst zu sehen, was wir eigentlich wollen um sich erst zu über-zeugen, ob wir einen Grund legen, der Früchte tragen kann. Daswollen wir ihnen nicht übel nehmen. Lassen Sie, meine verehrtenZuhörer, lassen Sie uns den Beweis führen durch die Tat, dassein Verband der Hilfsschulen Lebenskraft besitzt. Dann streckenwir allen unsern Berufsgenossen die Hand entgegen mit demDichterworte:Das ganze Deutschland soll es sein!

Meine Damen und Herren! Wollen Sie mir nun gestatten,in kurzen Zügen die Aufgaben eines Verbandes der deutschenHilfsschulen darzulegen. Ich habe dieselben bereits am 4. No-vember 1897 hier in Hannover erörtert. Voran habe ich gestellt:Weitere Ausbreitung der Hilfsschulen. Nun sind wir zwar nichtin der Lage, Hilfsschulen zu gründen. Aber wir können aufmancherlei Weise zur Ausbreitung derselben beitragen. Dastun wir hauptsächlich, indem wir uns bemühen, in unsern SchulenTüchtiges zu leisten, so dass die uns anvertrauten Kinder durchunsere erziehliche Einwirkung geistig und sittlich emporwachsenund zu brauchbaren Menschen heranreifen. Ich meine, wir sollenallesamt durch gutes Beispiel zur Nachahmung anfeuern. Wennwir der Öffentlichkeit wirkliche Erfolge vor Augen führen, Er-folge, die jeder verständige Mensch erkennt, Erfolge, die dasKind selber an sich empfindet, dann arbeiten wir als Gründer neuerHilfsschulen.

Zu solcher Arbeit indessen gehört innere Hingabe, Kraftund Ausdauer! Aber müssen wir nicht alle gestehen, dass wirhierin manchmal lahm werden? Darum bedürfen wir der gegen-seitigen Auffrischung und Stärkung. Was der einzelne erstrebt,erforscht und erfahren hat, muss für uns alle dienstbar gemachtwerden, insonderheit dadurch, dass wir Hilfsscliulleute engereFühlung untereinander hersteilen durch einen Verband.

Wenn dann unsere Vorgesetzten, ich meine insonderheitdie Herren Stadtschulräte, Stadtschulinspektoren, Stadtschuldirek-toren, oder wie die Herren betitelt sein mögen wenn diese