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warnt. Die Anwendung des Rechenkastens kann man füg-lich unserer Zählrahme an die Seite stellen.
Von den Schülern und Nachfolgern Pestalozzis ist derbedeutendste Friedrich Fröbel.
Er geht um einen großen Schritt weiter als seinLehrer, indem er das Ich im Kinde zu seinem Rechte kommenläßt, indem er diesem erlaubt, seine Persönlichkeit zur Gel-tung zu bringen. Bisher mußte das Kind seinen eigenenWillen, seine' Neigungen und Triebe bei dem Eintritt indie Schule vor der Thüre lassen, Fröbel aber nimmt dieKinder in ihrer Totalität auf. Die Triebe des Kindes undsein Wille sind ihm wichtige Erziehungsfaktoren. Auf denWillen gewinnt er Einfluß, indem er den Thätigkeitstriebin Form des Spieltriebcs anregt und den Nachahmungs-trieb als Gehülfen annimmt. Da alle Entwickelung Ge-staltung bedingt, wendet er die Gestaltungsarbeiten an undbringt in diesen sein Gesetz von dem entgegengesetzt Gleichenzur Erscheinung. Er gestattet nicht nur, sondern er wecktden Trieb, etwas eigenes zu machen, aus eigener Erfindung;er fordert also die Initiative der Kinder förmlich heraus.Noch eins verdanken wir ihm, die Verpflanzung der Schulein den Garten, in die freie Luft, in's Grüne. Als Materialfür die Anschauung verwendet er, wie Pestalozzi, Längen,Flächen und körperliche Gebilde, allein diese werden nichtblos angeschaut und abgezeichnet, sondern sie dienen alsArbeitsmaterial zur Darstellung der Lebens-, Schönheits-und Erkenntnißformen.
Indem ich nun zu der Verpflanzung der GrundideenPestalozzi's und Fröbcl's in die Elementar- und Realschuleübergehe, muß ich meine eigene Schule als Beispiel vor-führen, da mir keine Schule bekannt ist, welche sich diesystematische Weiterentwickelung der Pestalozzischcn und Frö-bel'schen Ideen und Arbeiten als Aufgabe gestellt hätte,womit aber nicht gesagt sein soll, daß solche Schulen gar-nicht vorhanden seien.