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Die Grundgedanken von Pestalozzi und Fröbel / von F. Beust
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Platina besitzen wir nnr Zehntel-Kubikcentimeter, doch sogenau gearbeitet, daß sie für unsern Zweck vollkommen ge-nügen.

Alle Werth- und Preisberechnungen werden in derzweiten Elementarklasse mit Hülfe der Münzen gelegt, ganzentsprechend dem Verfahren mit Stäbchen und Gewichten.Keine aller dieser Blaßarten enthält aber einen so reichenBildungsstosf wie die Ranmgrößen; diesen müssen wirdarum noch eine etwas eingehendere Betrachtung widmen.

Das Ausschneiden

bietet der zweiten und auch wohl der dritten und viertenKlasse ein weites Arbeitsfeld, aus welchem die Wisseusfrüchtevon der geometrischen Formenlehre eingeheimst werden.

Wenn auch I. F. Herbart schon 1802 und in zweiterAuflage 1804 in seinem Buche:Pestalvzzi's Idee einesABC der Anschauung", nachdem er den Nachweis geführt,daß die Ausbildung des Anschauungsvermögens lediglich inden Bereich der Mathematik fällt und diese Idee mit hoherBegeisterung vertreten hat, das Quadrat Pestalvzzi's alszn arm bezeichnet und an dessen Stelle das Dreieck alsden ungemein formenreichen Stoss bis zu den trigonometri-schen Funktionen setzen will, so scheint mir doch für dieunteren Stufen mathematischer Erkenntniß das Quadratallen billigen Ansprüchen als Ausgangspunkt für Flächen-anschanung zu genügen.

Das gleichseitige und gleichwinkelige Biereck ist schonin der ersten Klasse, nach vorhergegangenem Falten, oderauch ohne dieses, zu Zierformen ausgeschnitten worden.Jetzt werden die Eigenschaften des Quadrates erörtert unddieses in das Heft geklebt. Auf die gegenüber liegende Seitewird geschrieben, was an dem Quadrat gezählt, gemessenund berechnet werden kann. Aus diesem Quadrat vermagMan vermittelst des Faltens und Ausschneidens annäherndden ganzen Anschaunngsstofs der ebenen Geometrie herzu-leiten und zu begründen. Die so geführten Beweise sind über-zeugend durch den Augenschein. Die Figuren werden ver-ziert, können aber auch mit Einfassungen umgeben werden,welche ihnen durch Farbe lind Form zum Schmuck dienen.