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Ein Gang durch Pariser Schulen / von J. Pünjer
Entstehung
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Sommer 1899 hielt ich mich sechs Wochen in Paris auf, ummich im mündlichen Gebrauch der französischen Sprache zu vervollkommnen.Zugleich hatte ich den lebhaften Wunsch, einen Einblick zu gewinnen indas französische Schulwesen, zunächst in die Veranstaltungen für den( Primärunterricht. Ein langjähriger Freund, augenblicklich Professor am

Gymnasium Charlemagne, hatte Gelegenheit, mich dem Direktor desVolksschulwesens vorzustellen, und dieser Herr erklärte sich in liebens-würdigster Weise bereit, meinem Wunsch zu willfahren. Schon am folgen-den Tage hatte ich ein Schreiben in Händen, in dem diejenigen Anstaltengenau angegeben waren, die zu besuchen ich autorisiert wurde. Es waren^ folgende: eine Kleinkinderschule (Kindergarten); fünf Volksschulen (vierfür Knaben, eine für Mädchen); eine öeols xrotkssioimellk, nämlich dieSchule Estienne am Boulevard d'Jtalie; eine eeols priwairs Luxörisurk,nämlich die Schule Jean-Baptiste-Say im Stadtteil Auteuil; das Lehrer-seminar, ebenfalls in Auteuil. Außerdem habe ich noch eine zweite seolexrok688ionn6ll6 besucht, so daß ich im ganzen in zehn verschiedenen An-stalten gewesen bin.

Ich glaube, daß meine Beobachtungen wichtig genug sind, einemweiteren Kreise zugänglich gemacht zu werden. Ich möchte indes voraus-schicken, daß ich weder darauf ausgehe, das Fremde zu preisen, noch eszu verkleinern, sondern daß ich nur darauf bedacht bin, durch meine Mit-teilungen zum Vergleichen, zum Nachdenken und zum Weiterstreben auf

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