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im Anschluß an die Schule eine ähnliche geistige Macht zu organisierenund ins Leben zu rufen, wie die Kirche und die geistlichen Orden imLaufe der Jahrhunderte sie konstituiert haben, eine große Rolle, ein Ge-danke, der auch bei uns Beachtung verdient." Der Artikel spricht dieAnsicht aus, daß der Eifer für das Fortbildungswesen zum Teil mit ver-anlaßt worden sei durch den Rückschlag, den in den letzten Jahren dieweltlichen Schulen gegenüber den kirchlichen erlitten hätten. Es sei inden letzten Jahren die Zahl der Kinder in den staatlichen Volksschulenum mehr als 300000 zurückgegangen.
Diese letzte Angabe stimmt auch mit andern Berichten überein. Nebender staatlichen Laienschule blüht in Frankreich die Privatschule und als be-sonderer Zweig derselben die von Mitgliedern geistlicher Orden geleitete Schule.Zuerst nach Neuordnung der staatlichen Schule in den achtziger Jahren schiendie kirchliche Schule allen Boden zu verlieren, sie hat aber, besonders auf demGebiet des Mädchenunterrichts, in den letzten Jahren bedeutende Eroberungengemacht. Warum beseitigt man die kirchliche Schule nicht völlig? Nun,ich möchte wissen, welche Regierung sich stark genug fühlen würde, ineinem weit überwiegend katholischen Lande solches zu wagen. Da kannnur die freie Konkurrenz helfen, und wenn die obige Bemerkung richtig ist,haben wir in dem Aufblühen des Fortbildungswesens die Erscheinungen einesKampfes vor uns, der unser Interesse in höchstem Maße verdient, und demwir hoffentlich auch unsere Aufmerksamkeit in vollem Maße zuwenden werden.
Ich las neulich die Bemerkung, daß Frankreich allerdings augen-blicklich sich in einer schweren Krisis befinde, daß aber die Arbeit, derdas Volk sich jeden Tag wieder mit vollem Eifer hingebe, ihm auch überdiese schwere Zeit hinaushelfen werde. Auf dem Gebiet der Schule arbeitet,wie ich bezeugen kann, unser Nachbarvolk mit bedeutendem Eifer, undman kann ihm nur wünschen, daß diese Arbeit ihm wohl gelingen möge.
III. 1.68 Cooles 1>l'Ol'688iOIM6ll68.
(Die gerverökiche« Aortöildrtugsschulen.)
Ich bemerke im voraus, daß ich mir gestatte, den französischen Namenin erster Linie beizubehalten, weil die deutsche Bezeichnung „gewerbliche