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Die erste Erziehung : aus Fröbels "Menschenerziehung" (1826) / bearb. von Friedrich Zimmer
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Knabe» und Jünglinge wie von Wesen ganz anderer Art mit ganz anderen (cAnlagen redet. h

Dies scheidende Gegenüberstellen, welches seinen Grand im Mangel H

an Aufmerksamkeit auf die Entwickelung des eigenen Lebens hat, bringt ^

unsägliches Unheil und Störung der Entwickelung des Menschengeschlechts, «

welche nur angedeutet, aber nicht ausgeführt werden kann. Es läßt sich önur sagen, daß eine einzig seltene innere Kraft dazu gehört, die von außen K

geseßten Grenzen zu vernichten, was immer nur durch eine gewaltsame, ^

andere Entwickelungen wenigstens störende Tat geschehen kann. Alle si

Lebcnsänßernngen eines Menschen, bei dem dies auf irgend einer Stufe f,

stattgefunden, behalten darum auch für das ganze Leben etwas Gewaltsames.

Wie ganz anders würde es nach jener Seite hin sein, wenn die Eltern das pKind in Beziehung auf alle menschlichen Entwickelungsstufen, ohne einige ,dabei zu überspringen, anschauten: wenn sie besonders beachteten, daß die > dkräftige »nd vollständige Entwickelung jeder folgenden Stufe auf der kräftigen,vollständigen und eigentümlichen Entwickelung jeder einzelnen vorhergehenden >,

Lebensstnfe beruhe. Dies ist es ganz besonders, was Eltern so leicht siübersehen: so glauben und sehen sie den Menschen als Knaben, wenn er n

das Knabenalter erreicht habe, so sehen sie den Menschen als Jüngling oder L

Mann, wenn er das Jünglings- oder Mannesalter erreicht habe: aber lebensowenig als der Knabe dadurch Knabe wird, daß er das Knabenalter berreicht, sondern dadurch, daß er die Kindheit den J-ordernngcn seines ßGeistes, Gemütes und Körpers getreu durchlebt hat, ebensowenig wird der u

Mann durch das Mauuesaltcr Mann, sondern nur dadurch, daß die u

Jordernugen seiner Kiudheits-, Knaben- und Jünglingsstufe treu von ihm : Herfüllt worden sind. In anderen Beziehungen sonst sehr einsichtige und ^ etüchtige Eltern fordern nicht allein, daß das Kind sich schon als Knabe und j dJüngling, sondern besonders, daß der Knabe als Mann sich zeige, daß er v

gleich Mann in allen seinen Erscheinungen sei und so die Knaben und i:

Jünglingsstnfen überspringe. Etwas ganz anderes ist es, in dem Kinde i,

und Knaben den einstigen Jüngling und Mann in seinen Anlagen sehe» H

und achten, und etwas ganz anderes, von dem Kinde und Knaben fordern, n

schon als Jüngling und Mann zu empfinden und sich zu betragen. Eltern, .'s

welche dieses fordern, übersehen, daß sie selbst fast immer nur dadurch »»d l

in dem Maße tüchtige Menschen wurden, als sie die Stufen ihrer Natur : enach in irgend einer Beziehung durchlebten, welche ihr Kind nach ihrenJordernngen überspringen soll. 2

Diese Nichtwürdignng früherer, besonders der frühesten Entwickelungs- nstufen in Beziehung auf spätere ist es, welche dem künftigen Erzieher des aKnaben kaum zu hebende Schwierigkeiten in den Weg legt, indem einmal : i!

der so gesetzte Knabe nun auch meint, jeden Unterricht der frühere» i