ExposfS über die Organisation des gewerblichen Unterrichtes.
Lehrplan D.
W erkmeistersehule.
(Combination von baugewerblichen und ornamentalen Fachschulen.)
1) Obligatorische Fächer.
A) Abtheilung für Bauhandwerker. B) Abthei/ung für ornamentale Gewerbe.
I. Semestercurs.
* 1. Deutsch. Wöchentlich 4 Stunden.
Orthographie und Grammatik, kalligraphische Schreibübungen.
* 2. Rechnen. Wöchentlich 6 Stunden.
Rechnen mit ganzen Zahlen, Brüchen, Decimalbrüchen, Ausziehen von Quadrat- und Kubik-wurzeln, Lehre von den Verhältnissen und Proporzionen, einfache und zusammengesetzteRegeldetrie.
* 3. Geometrie. Wöchentlich 5 Stunden.
Ebene Geometrie bis zur Ähnlichkeitslehre.
4. Projectionslehre. Wöchentlich 10 Stunden.
Übungen im geometrischen Zeichnen, Projec-
tionen von Linien, Flächen und Körpern,
Körperschnitte und Durchdringungen,
Schattenconstructionen und axometrischeProjectionen.
5. Baukimde. Wöchenilich 4 Stunden.
Baumaterialien, Fundirungen, Stein- und
Holzverbände.
6. Freihandzeichnen. **)Wöchentl. 10 stunden.
Unterricht im Anschlüsse an den Elementar-Zeichenimterricht der Volksschule, be-ginnend mit dem Zeichnen nach systema-tisch geordneten Holzmodellen und über-gehend zum Zeichnen von einfachenOrnamenten nach Vorlagen und Gyps-modellen in Contouren.
Anmerkung. In den mit * bezeichneten Fächern kann den Schülern beider Fachschulengemeinsamer Unterricht ertheilt werden, woferne die Zahl der gemeinsam zu unterrichtendenSchüler 40 nicht übersteigt.
**) Anmerkung. Bei dem Vorhandensein einer grösseren Anzahl von Schülern, welche zumZeichnen nach Holzmodellen noch nicht reif sind, wird eine Vorhereitungsabtheilung einge-richtet, an welcher der für die Volksschule vorgeschriebene Zeichenunterricht nachgeholt wird.
4. Geometrisches Zeicimen. Wöchentlich
5 Stunden.
Projectionslehre. Besondere Aufmerksamkeitwird der manuellen Vervollkommnung imZirkelzeichnen zugewendet. (Fortsetzungdieses Unterrichtes im II. Semestercurs.)
5. Freihandzeichnen.*) Wöchentl. 19 stunden.
(Lehrgang und Unterrichtsstoff wie hei Ab-theilung A.)