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Auszug aus einem Exposé über die Organisation des gewerblichen Unterrichts in Österreich
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56
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Exposä über die Organisation des gewerblichen Unterrichtes.

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II. Semestercurs.

* 1. Deutsch. Wöchentlich 4 Stunden.

Grammatik und Stylübungen.

* 2. Geometrie. Wöchentlich 4 Stunden.

Schluss der ebenen Geometrie. Körperberechnungen.

* 3. Naturlelire. **) Wöchentlich 4 Stunden.

Das wichtigste aus der Physik, die chemischen Grundstoffe und die in der Technik

häufigst vorkommenden Verbindungen.

4. Projectionslehre. Wöchentlich 6 Stunden.Fortsetzung des I. Semestercurses.

5. Bauklinde. Wöchentlich 13 Stunden.Stein- und Holzconstructionen.

6. Freihandzeichnen. Wöchentl. 8 stunden.

Contourenzeichnen einfacher ornamentalerFormen (Zahnschnitte, Eierstäbe, Gesims-theile etc.) nach dem Gyps. Als Dar-stellungsmittel wird auch der Pinsel ein-geführt zur Übung im Anlegen der Flächender vorher nach Gyps gezeichneten Objecte.Die Elemente der Schattengebung werdennach dem Modelle geübt.

4. Rechnen. Wöchentlich 3 Stunden.

Interessenrechnung. Gesellschaftsrechnung,

Durchschnitts - Alligations - und Ketten-rechnung; Münzrechnungen. (Fortsetzungdieser Rechenübungen im III. Semester-curs).

5. Geometrisches Zeichnen. Wöchentlich

5 Stunden.

(Fortsetzung des Unterrichtes im I. Semester-curs).

6. Freihandzeichnen und Modelliren. Wö-chentlich 19 Stunden.

(Unterricht derselbe wie in Abtheilung A.Nur wird bei Auswahl der Vorlagen fürdie vorgeschritteneren Schüler möglichst derFormenschatz des Gewerbszweiges berück-sichtigt, dem sich der Schüler zu widmengedenkt.)

Dem Modellirunterricht dienen einfache pla-stische Vorlagen.

**) Der Unterricht in der Naturlehre wird zur Vermeidung von Wiederholungen mit Rücksichtdarauf ertlieilt, dass für Abtheilung A im IV. und für Abtheilung B im III. Semestercursedie Mechanik einen besonderen Lehrgegenstand bildet. Der für AbtheilungB im IV. Semester-curse vorgeschriebene LehrgegenstandFarbenlehre ergänzt gleichfalls den Unterrichtin der Naturlehre.

III. Semestercurs.

* 1. Deutsch. Wöchentlich 4 Stunden.

Fortsetzung der Stylübungen an gewerblichen Thematen; Geschäftsbriefe; Theorie der gewerb-lichen Buchhaltung. Dieselbe umfasst: a) Erklärung über die Bedeutung der wichtigstenAusdrücke und Bezeichnungen, welche bei der Verbuchung in einfachen Posten gebräuchlichsind; b) Gutschriften und Belastungen bei Personen und Sachconti und deren Abschluss;c) Zweck, Einrichtung und Führung der unbedingt nothwendigen Geschäftsbücher, als:Inventurbuch, Journal, Cassabuch und Hauptbuch.

2. Vermessungskunde. Wöchentl. 2 Stunden.

3. Algebra. Wöchentlich 4 Stunden.

Die vier Grundoperationen, Gleichungen desI. Grades, mit einer oder mehreren Un-bekannten, Gleichungen des II. Grades.

2. Rechnen. Wöchentlich 2 Stunden.(Fortsetzung der Übungen des H. Semester-curses.)

3. Mechanik. Wöchentlich 3 Stunden.Eintheilung der Mechanik; Mechanik fester

Körper (Statik). Zusammensetzung undZerlegung der Kräfte. Gleichgewichtsbedin-gungen für freie und unterstützte Körper.Schwerpunctsbestimmungen. Stabilität. Rei-