seine Pflichr') erfüllt, so ist sein Gemüth in Ruhe:Sen Erfolg seiner Bestrebungen überläßt er der Vor-sehung. Sein Zeuge und Richter ist im Himmel!Zufrieden mit dem Beifall GotteS fühlt er in sicheine beseligende Harmonie mit dem Urgeiste und »erachtet die Triumphe der Dummheit und Bosheit.Wer Gutes thut, der ist von Gott!") Er istEins mit ihm; denn er vollbringt, was sein Vaterthut; Gottes Wille ist sein Wille. In dem Grade,als wir mir Gott Eins sink und edle Grundsätze unser Wollen regieren, erheben wir uns zur Uuabhän-gigkeit von der Welt und sagen nicht mehr, das; sieuns den Muth zum unerschrockenen Handeln benimmr.Aus diesein Frieden mit Gott geht hervor
der Friede mit dem Gewissen.
Gewissen! '") Ebenfalls ei» inhaltschweresWort. Was ist daS Gewissen? Es ist die innere, baldleise, bald laut tonende Stimme Gottes, die ermähntoder warnt oder straft; die den unverdorbenen Natur.Menschen oft gewisser, sicherer führt, als den Gelehr-ten tiefsinnige Reflexionen. Das gute Gewissen istder Friede mit unserm Gewissen; eS ist die innereHarmonie des Menschen mit sich selbst; die Ruhe imGeist, d. h. nicht etwa eine träge Ruhe, in Müßiggehen; nein, sondern Ruhe des Gemüths, des Her-zens. Diese Einheit mit uns selbst, o möge siedoch stets auf unserem Lebenswege uns wie ein freund-licher Genius begleiten! Und ob auch der Schweißheiß von der Stirne rinnt, die mühevollste Arbeit wirduns dann leicht; auch das Wenige genießen wir dannin Heiterkeit und Fröhlichkeit und wir singen,wie der Dichter ausruft, „beim Wasserkrug. als wär'
*) Wicht — pflegen—etwas Pflegendes und auch etwaszu Pflegendes.
3. Joh.il.
, Gewissen — gewiß.