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Vierzehn Casual-Reden : Pädagogen gewidmet / von Gustav Adolph Kadner, Lehrer
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lehrte und namentlich ein so großer Kinverfreunt war,so will auch ich mit wohlwollender Gesinnung un-ter der mir zur Bildung und sorglichen Pflege anver-trauten Jugend weilen. Ohne kräftige und aus-dauernde Hülfe von Seite» der Aeltern und Pflegerder Kinder wird und kann aber mein Wirken michtden Erfolg haben, den ich von ganzem Herzen wünscheund auch Sie wünschen! Darum bitte ich Sie beimeinem Amtsantritte um Ihren Beistand zu meinenBemühungen für das Wohl Ihrer Kinder. Hand inHand wollen wir an der Erziehung und Bildung desaufblühenden Geschlechts wirken; wirken, so lange esTag ist, denn es kommt ( und wer weiß, wie schnell?)die Nacht, wo wir hier nicht mehr wirken können.

Streben auch Sie durch Ermahnungen, Warnun-gen, Belehrungen und vor Allem durch ein gutesVorbild Ihren Kindern wahre Wohlthäter zu wer-den! Beherzigen wollen wir die liebevollen, ermahnen-den Worte unsers Herrn Jesu Christi:Wer einKind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt michauf!"') Beherzigen wollen wir die ernsten, drohendenWorte unsers Heilandes:Wer aber ärgert diesen ge-ringsten Einen, die an mich glauben, dem wäre esbesser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängtund er ersäuft würde im Meere, da es am tiefstenist. Wehe dem Menschen, durch welchen Aergernißkommt!"")

Das für alle Eindrücke noch so empfängliche aus-blühende Geschlecht durch Lehre und Vorbild vorn Bö-sen abzuhalten und zu jeglichem Guten ermuntern; indie zarten und meist noch unverdorbenen Kindcrseelenven Saamen der Religion und Tugend ausstreueno, sagen Sie selbst, theure Anwesende! ob es möglichist, daß Menschen hier auf Erden ein schöneres, ein

") Mtth. 18 , 5.

") Mtth. 18 , 6r.