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entgegnen, daß solche Lehrer in jeder andern Lage mitKnaben allein auch Ungeheuer geblieben wären.
Wie oft schon hörten wir Gemeindevorstände kleinererOrtschaften unter der Last seufzen die ihnen eine dop-pelte Schule auferlegt und jedes Mal haben wir aus'sNeue die Ueberzeugung gewonnen, daß eine rechteSchule für beide Geschlechter Morgens, eine Nähschulefür die Mädchen, weiterer Unterricht für die KnabenNachmittags, völlig allen Bedürfnissen entsprechenwürde. Welch' reicher Segen ginge nicht aus einer sol-chen Nähschule für die Familien hervor; ja ein unmittel-barer Nutzen ließe sich in den Häusern durch Flicken,Stricken und Nähen verspüren, während aus den beidenNachmittagen die man den Mädchenschulen zur weib-lichen Arbeit gönnt, meist Häkelarbeiten, schlechteStickereien u. s. w. hervorgehen, eine neue Grundlagefür die dem Mädchen angeborene.Eitelkeit. Bedenkt esdoch : die Frau muß mit ihrer kleinen Nadel die mäch-tigen Balken des Hauses zusammenhalten; dazu mußdieses feengleiche Werkzeug tüchtig geübt sein.
Weil wir denn den Stundenplan für die Knabenaus's Aeußerste beschränkt haben, so mag dieses auchfür die Mädchen gelten. Für beide aber wünschenwir den Gesang. Es ist in dem Menschen, besondersaber im Kinde, ein Wogen, ein. Gähren, das seinenAusfluß haben muß, wenn es nicht als unheimlichesFeuer um sich greifen soll, das endlich eine mächtigeExplosion mit sich bringt. Der Gesang ist gewiß amgeeignetsten dieses Leben zu Tage zu fördern. Dashört man in den Gassen, wo sich im Singen auch einLeben, aber ein gar wüstes kundgibt. Bedauern wirsolche Geschöpfe in denen so Ekelhaftes gähct, das sichdann in unreinem Worte und Ton ergießt. Wärensie von früher Jugend an schönen reinen Gesang ge-wöhnt worden, fürwahr, ihre Kehlen würden sich nichtzu Gassenliedern bequemen. So wenig wir die Sing-