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Die Schule kann helfen, die Schule muss helfen : zum Besten einer von der Verfasserin, in Rappoltsweiler, gegründeten Arbeitsschule / von Maria Rebe
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vereine, in's übertrieben Große billigen können, sosehr wünschen wir, daß jedes Dörflein seine Sängerhabe, wie der Baum seine gefiederten Choristen beher-bergt und birgt. Wie würde damit der Gottesdienst ge-hoben !

Mit heiliger Rührung muß ich daran denken, wieschon in reiferem Alter ich einmal zu meinem Heimaths-dorfe zurückkam. Es war Nacht. Da tönte mir ein Ge-sang entgegen, so voll, so rein, so schön, daß mir Thrä-nen in die Augen kamen. Ich mußte an meinen Lehrerdenken, dessen Gebeine schon lang unter dem Grase mo-dern, dessen Geist aber in melodischem Gesang immernoch über der Stätte schwebt, an der er gewirkt!

Könnte man es im Rechnen bei den Mädchen dahinbringen, daß sie die Einnahmen und Ausgaben ihrerzukünftigen Haushaltung ins Gleichgewicht brächten, sowäre nicht allein der Familie, sondern auch dem Staatein mancher Beziehung geholfen. Daß aber dieses Pro-blem durch keine Rcchenmethode gelöst werden kann,weiß man schon lange; was man übersehen, ist, daßdas Wort Gottes allein, der Katechismus mit demSprüchlein: Wer im Kleinen treu ist, ist auch im Gro-ßen treu — diesen Fortschritt bezwecken und erzielenkann. Pflanzt dieses beim Mädchen, so kommt die Fruchtnatürlich.

Noch nie lastete die Devise: „Schreiben ist keineKunst, aber Aufhören," schwerer auf uns als in diesemMoment, wo eine vieljährige Beobachtung, eine reifeErfahrung sich in unsere Feder drängen. Nur ungernegeben wir etliche Ideen flüchtig an, statt diesen Gegen-stand gründlich zu behandeln. Wir dürfen jedoch nichtbei einer Sache verweilen, die seit Jahren nicht mehr inFrage gestellt wurde, sondern die der Unterricht inFrankreich als leitendes Prinzip festgestellt hat. Dochehe wir dieses Gebiet verlassen, noch Eines. Durch dienormale Entwickelung der Frau wird der gordische Kno-

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