Uns als die Quelle unsers Elends zu betrachten; das Mit-tel, diese Quelle zu verstopfen, sind ebenfalls„wir selbst."
Lassen Sie uns anders werden, und bald werden sich un-sere Verhältnisse anders gestaltet haben!
„Nicht, ob wir'6 schon ergriffe» hätten!
Znr Mcisrcrschnsi fehlt m>6 »och viel!"
Vorwärts daher! Oben ist unser Ziel! Wer hinaufkommen will, darf hier nicht geistig rasten, darf sein Amtnicht als eine Sinekure betrachten, in der er von den Müh-seligkeiten des Seminarlebens ausruhen, sich für die Entbeh-rungen der Adjuvanten-Periode entschädigen, und mit Be-quemlichkeit seine Bissen schlukken kann. Keiner muss glau-ben, dass mit dieser Station sein Bildungslaus vollendetsei. Von hier aus soll derselbe erst mit Umsicht und Klar-heit beginnen. Wie dies aber geschieht, erkennen wir aufden ersten Blikk, den wir gegenseitig auf unsere Bewegungrichten. Wir zerfallen nach dieser in drei Sektionen, näm-lich: in „Krebsritter", in „Schnekkenhusaren",und in ein kleines Frei-Korps „Chevauxlegers." DieLetztem tummeln zwar ihr geistiges Roff mit Kraft, dring-en muthig vorwärts und wühlen mit scharfem Schwerte inden faulen Flekken unserer amtlichen und individuellen Ver-hältnisse. Aber war Leonidas im -Stande den Gang derPerser aufzuhalten? Vermochte Schill Strallund zu be-haupten? Nein! Und doch thaten Beide Wunder der Ta-pferkeit. Auch unsere Brüder müssen unterliegen, wenn wirUns nicht geistig rüsten und ihnen zu Hilfe eilen. DieSchnekkenhusaren haben zwar einigen guten Willen, dies zuthun; aber sie kommen damit leider vom Montmartre nichtbis nach Paris. Und die Krebs ritt er? Die Krebsritter,verehrte Freunde, bewegen sich, wie indifferente Marionet-ten außerhalb der Kampf-Sphäre. Sie bewegen sich ? JaWohl! Sie gehen von Dunkelwitz nach Finsterwalde —ihrer eigentlichen Heimath — zurükk. Unter solchen Um-ständen, das werden Sie mir zugestehen, ist es nicht möglichdie fraglichen Übel zu besiegen. Wir müssen anders werden,und diese Metamorphose dadurch bewerkstelligen, dass wir