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aus nicht selten besucht, da hätte man auch die Mittel für dieSöhne mindestens ebenso große Summen auszugeben und inSchottland sind die Pensionate viel wohlfeiler, in England theilswohlfeiler, theils nicht viel theurer. Der Grund liegt in demGlauben, den man im Auslande an unsere Erziehungsanstaltenhat. Einer der ersten Kaufleute von Marseille brachte mir seinen17jährigen Sohn in Pension. Daß er gerade zu mir kam, lagin rein zufälligen Umständen, er war von Haus abgereist ohnenäheres Ziel, als ihn nach Deutschland zu bringen, in Genf erstwiesen ihn Freunde an mich. Er selbst ist Spanier, aber feitvielen Jahren in Marseille ansäßig. Er habe eine Vorliebe fürdie deutsche Erziehung, sagte er niir, denn die ersten Oomwisin den größten französischen Handlungshäusern seien TeutscheUeber die Franzosen klagte er und wollte weniger günstigeErfahrungen gemacht haben. Obgleich eifriger Katholik, wieer mich auch gleich veranlaßte seinen Sohn deni hiesigen katho-lischen Geistlichen vorzustellen und ihn zu fleißigem Besuchder Kirche anzuhalten, scheute er sich doch nicht ihn, und nachherden jüngeren Bruder in ein protestantisches Haus zu bringen,um sie die Vortheile der deutschen Erziehung genießen zu lassen.
Unsere Kaufleute wissen das wohl, sie schreiben es der besserenUnterweisung zu, welche der Lehrling bei ihnen erhalte, und ichwill ihnen ihren Ruhm nicht streitig machen, aber sie legen dochselbst einen großen Werth daraus, gut geschulte junge Leute indie Lehre zu bekommen.
Wollte man aber weiter sagen, wir können zwar tüchtigeund solide Arbeiter bilden, aber es fehle die Energie zu Begrün-dung einer selbständigen Existenz, so wiederlegt dieses die allge-meinste Erfahrung. Denn jedem meiner Leser werden wie miraus seiner engeren oder weiteren Bekanntschaft augenblicklich einhalbes Dutzend solcher Kaufleute einfallen, die in Italien, inSicilien, Ostindien, Frankreich, Oestreich, Amerika gar nicht zurechnen, selbständige Handlungshäuser gegründet haben, undnicht etwa mit großem Kapital, sondern durch ihre persönlicheTüchtigkeit.
Oder soll ich, um den Werth des Unterrichtswesens für freie