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Der Wandel des Lehrers in seiner Bedeutung für die Verwaltung des Schulamtes / von Gitschmann
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das Lebensbild eines Friedrich Barbarossa, Friedrich des Großen,eines Blücher, Scharnhorst rc. zeichnet: dann wird des Kindes Phan-taste lebhaft ergriffen; dann geht sie hinaus über die gemeineWirklichkeit und zaubert vor das geistige Auge das Bild allesSchönen und Großen; sie läßt den Geist nicht erstarren in der ab-strakten Tugendidee, sondern erwärmt ihn durch ihre vollkommenenSchöpfungen, die Ideale, und erhebt den Schüler zur Idealität, derhöchsten Stufe aller intellektuellen Erziehung. Dadurch wird fernerin dem Schüler der Vorsatz geweckt:So will ich auch werden!"Dann erhält der Wille auch die Triebkraft, die nicht erlahmt, die injedem Mißlingen nur noch mehr gestärkt wird, die Schlacken abzu-werfen; dann hat der Wille feine feste Richtung, die sich nicht mehrerschüttern läßt; dann läßt sich aus den Zögling das Wort Rückertsanwenden:

Vor jedem steht ein Bild des, das er werden soll;

So lang er das nicht ist, ist nicht fein Friede voll."

Da nun aus den Willensakten und dem Inhalt der Intelligenzsich die Maximen des Charakters bilden, wodurch der Wille konso-lidiert wird; da der Unterricht das absolut Gültige, den Willen Gottes,zum Inhalte des Gedankenkreises und durch Erhebung des Schülerszur Idealität auch des Willens macht: so ist endlich der Unterrichtein überaus wichtiger Faktor für die Charakterbildung derJugend.

Fasten wir nun noch einmal zusammen, welche Momente fürdie Bildung der Denkart und Gesinnung wir dem Unterricht im Vor-stehenden beigelegt haben, so ergiebt sich folgendes: Der Unter-richt legt durch seinen Inhalt dem Schüler den durch dieEthik bestimmten Zweck des menschlichen Daseins dar.Durch Anschluß der Form an die Gesetze der psycholo-gischen Entwickelung, durch Förderung und Leitung derintellektuellen Kräfte, durch Wahrung der Harmonieunter denselben und durch Fernhaltung jedes Stoffüber-matzes macht er es möglich, daß der Schüler zu der be-zeichneten Erkenntnis gelangen kann. Durch den Lehr-ton endlich bewirkt er, daß die erkannte Wahrheit zurStärke im Gedankenkreise gelangt und der Wille sichdieselbe zu seinem lebendigen Inhalte macht, woraus dieCharakterbildung und somit die Freiheit der Selbstbe-stimmung hervorgeht.

Wir kommen hierauf zur Beantwortung der Frage: