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Dic Akropolis.
Wolken zu einem ersehnten Regen Hoffnung gaben; und wirklichströmte er endlich alles erquickend nieder und hielt lange genug an.daß wir auf unserer Rückreise die ganze Landesstrecke erfrischt fanden..Und so hatte der heilige Rochus, wahrscheinlich auf andere Nothelferwirkend, seinen Segen auch außer seiner eigentlichen Obliegenheitreichlich erwiesen.
25. Die Akropolio.
Georg Finster.
Dem Reisenden, der den Spuren der Hellenen nachgeht, eröffnet sichzuerst auf der Fieberebene von Pästum ein voller Blick in die über-wältigende Schönheit des antiken Baues. Dann schaut er an weitemMeeresstrande die riesigen gestürzten Tempelhallen von Selinunt, inwundervoller Gebirgswildnis das Säulenhaus von Segesta. Er steigtvon der Höhe, wo jetzt die kleine Stadt Girgenti liegt, hinunter zuder Südmauer der hohen Akragas und ihren prächtigen Monumenten^Aber von alledem erreicht nichts den mächtigen Eindruck, den die Akro-polis von Athen ausübt und der sich stetig steigert, je mehr man sichmit der Ergründung der Einzelnheiten befaßt. Steil aufsteigend ausder Niederung erhebt sich, ziemlich im Süden der heutigen Stadt, einragender Fels. Seine Wände sind in unvordenklicher Zeit künstlichnoch steiler gemacht worden, als sie von Natur waren, so daß ein be-quemer Zugang nur nach Westen übrig blieb, wo der Burghügel durcheine Einsattelung mit dem Areopag zusammenhängt. Im Norden erhebtsich der Hügel etwas weniger steil, doch ist der Rain durch herab-gestürzte Schuttmassen gebildet. Das Plateau des Hügels wurde schonin uralter Zeit, von den Pelasgern heißt es, geebnet und der Burg-berg zu einem festen Bollwerk gemacht.
Von der Höhe der Burg bietet sich eine weite Umschau. NachNordosten ragt, jenseits der Stadt, der steile Felsen des Lykabettosauf und rechts davon zieht sich in langer Linie der durch seinen Honigberühmte Hymettos hin. Nach Süden sehen wir über niedrigere Höhen-züge zum Meer, aus dem wie gewaltige Berge die Inseln Aegina undSalamis emporwachsen. Den ganzen Norden und Westen umschließenweitere Berge, das Pentelikon, der Parnes, dann der an das Meersich anlehnende Aegaleos, dahinter eine ganze Gebirgswelt von mega-rischen und peloponnesischen Höhen, unter denen besonders die Kylleneaufragt. Vor dem Bergkranze liegt die attische Ebene mit dem Oel-wald im Westen, nach Norden erblickt man straßendurchzogene Felderund einzelne Dörfchen.