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Der Gang nach dem Eisenhammer.
7. Der andre spricht: „so denkt
Ihr recht.
Nur Euern Spott verdientDer Tor, der, ein geborner Knecht,Ein solches sich erkühntUnd zu der Frau, die ihm gebeut,Erhebt der Wünsche Lüsternheit."„„Was?"" fällt ihm jener ein undbebet,
Redst du von einem, der da lebet?""
8. „Ja doch, was aller Mund
erfüllt.
Das bürg' sich meinem Herrn?Doch, weil Jhr's denn mit Fleißverhüllt.
So unterdrück' ich's gern." —
„ „Du bist des Todes, Bube, sprich!""Ruft jener streng und fürchterlich.„„Wer hebt das Aug' zu Kuni-gonden?""
„Nun ja, ich spreche von dem Blonden.
9. Er ist nicht häßlich von Gestalt",Fährt er mit Arglist fort,
Jndem's den Grafen heiß und kaltDurchrieselt bei dem Wort.
„Jst's möglich, Herr, Ihr saht es nie,Wie er nur Augen hat für sie?Bei Tafel Eurer selbst nicht achtet.An ihrem Stuhl gefesselt schmachtet?
10. Seht da die Verse, die erschrieb,
Und seine Glut gesteht" —„„Gesteht!"" — „Und sie umGegenlieb',
Der freche Bube! fleht.
Die gnäd'ge Gräfin, sanft und weich,Aus Mitleid wohl verbarg sie's Euch;Mich reuet jetzt, daß mir's entfahren,Denn, Herr, was habt Ihr zu be-fahren?"
11. Da ritt in seines Zornes
Wut
Der Graf in's nahe Holz,
Wo ihm in hoher Oefen GlutDie Eisenstufe schmolz.
Hier nährten früh und spat denBrand
Die Knechte mit geschäft'ger Hand;Der Funke sprüht, die Bälge blasen,Als gält es, Felsen zu verglasen.
12. Des Wassers und des Feuers
Kraft
Verbündet sieht man hier;
Das Mühlrad, von der Flut ge-rafft,
Umwälzt sich für und für.
Die Werke klappern Nacht und Tag,Im Takte pocht der Hämmer Schlag,Und bildsam von den mächt'genStreichen
Muß selbst das Eisen sich erweichen.
13. Und zweien Knechten winket
er,
Bedeutet sie und sagt:
„Den Ersten, den ich sende her,Und der euch also fragt:
.Habt ihr befolgt des Herren Wort?'Den werft mir in die Hölle dort,Daß er zu Asche gleich vergeheUnd ihn mein Aug' nicht weitersehe!"
14. Des freut sich das entmenschte
Paar
Mit roher Henkerslust;
Denn fühllos, wie das Eisen, warDas Herz in ihrer Brust.
Und frischer mit der Bälge HauchErhitzen sie des Ofens Bauch,
Und schicken sich mit Mordverlangen,Das Todesopfer zu empfangen.