Rätsel.
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Und kannst du dcn Krystall mir nennen? Ihm gleicht an Wert kein Edelstein;Er leuchtet, ohne je zu brennen, das ganze Weltall saugt er ein;
Der Himmel selbst ist abgemalet in seinem wundervollen Ring,
Und doch ist, was er von sich strahlet, noch schöner, als was er empfieng,
V.
1. Ein Gebäude steht da von uralten Zeiten,
Es ist kein Tempel, es ist kein Haus;
Ein Reiter kann hundert Tage reiten,
Er umwandelt es nicht, er reitet's nicht aus.
2. Jahrhunderte sind vorüber geflogen,
Es trotzte der Zeit und der Stürme Heer;
Frei steht es unter dem himmlischen Bogen,
Es reicht in die Wolken, es netzt sich im Meer.
3. Nicht eitle Prahlsucht hat es getürmct,
Es dienet zum Heil, es rettet und schirmet;
Seines gleichen ist nicht auf Erden bekannt,
Und doch ist's ein Werk von Menschenhand.
VI.
1. Wie heißt das Ding, das wen'ge schätzen?
Doch ziert's des größten Kaisers Hand;
Es ist gemacht, um zu verletzen;
Am nächsten ist's dem Schwert verwandt.
2. Kein Blut vergießt's und macht doch tausend Wunden,Niemand bcraubt's und macht doch reich.
Es hat den Erdkreis überwunden,
Es macht das Leben sanft und gleich.
3. Die größten Reiche hat's gegründet,
Die ältstcn Städte hat's erbaut;
Doch niemals hat es Krieg entzündet,
Und Heil dem Volk, das ihm vertraut!
VII.
Ich wohne in einem steinernen Haus,
Da lieg' ich verborgen und schlafe;
Doch ich trete hervor, ich eile heraus,
Gefordert mit eiserner Waffe.
Erst bin ich unscheinbar, schwach und klein,
Mich kann dein Atem bezwingen;
Ein Regentropfen schon saugt mich ein;
Doch mir wachsen im Siege die Schwingen.
Wenn die mächtige Schwester sich zu mir gesellt,
Erwachs' ich zum furchtbarn Gebieter der Welt.