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I acht, nun Wuche, meine sie, chönn d'r Bueb wieder hei cho; i derZit chönn er alls ordeli lehre, wenn'r e chli disfig sig. Aber jetz, Fritz,hört für di s'Gvätterlen uf, muesch halt im Anneli helfe, a's NiklauseStell! Und du, Anneli, paß m'r uf und spar m'r brav! Lueg, das ischjetz 's letzte Geld, do im Täschli inne. Und dä Winter cha-n-i jo schiernüt me v'rdiene!" Und vo dort a het d'r Taveri selber g'hulfe, diechline Gschwisterli alegge und Wäschen und strähle, wie ne Muetter, undhet mit-ne 'betet de Morge und z'Nacht. D'Tante aber isch vo Zit zuZit cho, go d'Hösli Plätze und d'Röckli.
Z'Liechtmis isch d'r Niklausi endlich hei cho. Und z'Ostere schohet's i's Murerchlause Stuben inn usgseh, me het si müesse verwundere.Am Bode si Bürdeli Roggestrau glege, fin putzt und 'bleikt, und sechsChinde si drum-ume gsesse und hei ghantiert vo Morge bis z'Nacht:do si Hälmli gspalte worde, drus hat me Drähtli gwunde, die Drähtliaber si z'säme gflochte worde — das isch 'gange wie d'r Tusig! D'rNiklausi het's Kommando gfüehrt, und wenn das nüt 'battet het, daisch d'r Xaveri inne cho, vo d'r Burenarbet weg und het sis Wörtligseit. Das Wörtli aber hei sie respektiert, di Chlinste wie di Große,aß chäm's vom eigene Vater. Und d'r Xaveri het dinne gluegt unddusse, i Hus und Feld und het d'Buechhaltig gfüehrt und d'Kasse. Jod'Kasse, die isch lange Zit gar mager gsi und chli. De z'erscht isch's mitdem Strauslechte gar schwerfällig und langsam zue'gange. Notisno aberhei si meh Gschick übercho, hei drei bis vier Feufliber verdienet perWuche. Die Feufliber aber het d'r Xaveri ordli z'säme g'ha. Und heisini Kamerade au 'keiglet und gspielt und ghaseliert — euse Xaveri hetm'r i keim Wirtshus inne gseh. Bloß het'r, wie d'r Verdienst gwachsenich, au ne besseri Chost igfüehrt und gueti, warmi Chleider 'kauft fürihn und sini Gschwisterti. Do isch für keis ne Usnahm gmacht worde.
D'r Posthalter het's v'rplauderet, wie streng die Geldpäckli aruckeus ein Argäu ufe. Und d'Lüt si schmatzerig worden shaben auch Lustbekommenj und si cho froge, öb sie d'r Niklausi nit au das Strauslechtewell lehre um Geld und gueti Wort.
Und i churzer Zit het's halb Dorf Strau gflochte, und d'r Xaverihet d'Ferggstube gha und het Geld verdienet wie Laub. Die jüngereGschwisterti aber het'r lo e Handwerk lehre; „de", het'r gseit, „au 'sStrauslechte nimmt einisch nes End". Und het me ne gfrogt, öb ernöd bald well för sich en Hushalt irichte, so het der Xaveri gseit: „Bis