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stürmischer wurde das Wetter. Im April, zu welcher Zeit dort derWinter beginnt, ging Magalhaens in einer sichern Bai vor Anker, umdie bessere Jahreszeit abzuwarten. Aber jetzt fing die ganze Mannschaftan, am Gelingen des Unternehmens zu verzweifeln und sich bitter überdie mit jedem Tage zunehmende Kälte und die Unfruchtbarkeit der süd-lichen Landstriche zu beklagen. Eine zuversichtliche, begeisternde Rededes Führers beruhigte sie einigermaßen. Nur die Kapitäne beharrtenbei ihrer Widerspenstigkeit. Da ließ Magalhaens zwei hängen undihre Leichname vierteilen; ein dritter wurde an der unwirtlichen Küsteausgesetzt.
Während der fünf Monate, da sie vor Anker liegen mußten,machten sie die Bekanntschaft der Eingebornen des nahen Landes.Einst erschien ein Wilder von riesiger Größe — er war fast doppeltso groß als ein mittelgroßer Spanier — am Strande, wo er zutanzen und zu singen begann und sich, um seine friedlichen Absichtenanzudeuten, das Haupt mit Sand bestreute. Sein rotes Gesicht warum die Augen mit einem gelben Ringe und auf den Wangen miteinem herzförmigen Zeichen bemalt. Ein sehr Wohl zusammengenähtesTierfell diente ihm als Kleidung. Da die Füße des Wilden an denEnden des Felles wie in Schuhen steckten und also Tierfüßen glichen,legte Magalhaens den Bewohnern dieser Gegend den Namen Pata-gonier fPlattfüßej bei. Der Wilde zeigte großes Erstaunen über dieAnkunft der Fremdlinge und gab, mit dem Finger zum Himmel deu-tend, zu verstehen, daß er glaube, sie seien von dorther gekommen.Man zeigte ihm einen Spiegel. Als er aber darin sein leibhaftigesEbenbild sah, fuhr er mit solchem Schrecken zurück, daß er mehrere hinterihm stehende Matrosen zu Boden warf. Doch nahm er nachher denSpiegel, einen Kamm, einige Schellen und eine Schnur Glasperlengern als Geschenk an. Bald sammelten sich seine Gefährten am Ufer.Sie waren jedoch kleiner als er, nur etwas über zwei Meter hoch.
Im August brach endlich der Frühling an, und am 24sten lichteteMagalhaens die Anker und steuerte südwärts. Im Oktober traf er,nachdem man wieder viel durch Stürme gelitten, eine tiefe Einbiegungder Küste an und beschloß, in diese einzudringen. Bald überzeugteMagalhaens sich, daß er endlich eine Meerenge aufgefunden habe (jetztdie Magalhaens-Straß'e geheißen). Sie war mit einer Mengekleiner Inseln erfüllt und sehr gefährlich zu durchsegeln. Die Küsten