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zu beiden Seiten boten einen traurigen Anblick dar. Hohe, in Schneegehüllte Berge und Felsen wechselten mit niedrigen Waldhügeln. NurMoose und Farrenkräuter bedeckten die steil abfallenden Ufer. Da mannicht landete, ahnte man nichts von der Menge gesunder Kräuter, diespätere Reisende hier fanden. Weil man an der Küste zur Linkenwährend der Nacht stets Feuer sah, legte man ihr den Namen Feuer-land bei. Nach einer Fahrt von zwanzig Tagen, am 28. November,begrüßte die Mannschaft mit unendlichem Jubel und inbrünstigemDankgebete den großen Ozean.
Magalhaens beeilte sich, die kalten Landstriche zu verlassen, undsteuerte nach Norden. Als man den 32. Grad s. B. überschrittenhatte, wurde das Wetter mit jedem Tage freundlicher, und die un-geheure Wasserfläche war kaum vom Winde bewegt. Deshalb nannteMagalhaens dieses Meer den stillen Ozean, welche Benennungaber höchstens für den zwischen den Wendekreisen liegenden Teil richtigist. Mit einem unveränderlichen, sanften Südostwind fPassats segelteman zwar ziemlich rasch über die Wasserfläche dahin; aber das Meernahm kein Ende. Der schrecklichste Mangel an Lebensmitteln trat ein.Nachdem die letzten Stücke des gesalzenen Fleisches aufgezehrt waren,griff man zu dem Rindsleder, womit die Rahen, um die Reibung derTaue zu vermeiden, umwickelt waren. Manchen Tag hatte man zumMittagsmahl nichts als Sägespähne. Mäuse galten als Leckerbissenund wurden das Stück mit einem halben Dukaten bezahlt. Fürchter-licher noch als der Hunger war eine Plötzlich hereinbrechende bösartigeKrankheit, der Skorbut fScharbockj, durch die das Zahnfleisch so an-schwoll, daß es die Zähne gänzlich bedeckte und der Kranke keine Nah-rung zu sich nehmen konnte. Neunzehn Leute starben an dem Übel.Sehr ausfallend ist es, daß das Geschwader auf einer Meeresstreckevon 22000 km, die mit einer Menge herrlicher, bevölkerter Inselnbedeckt ist, nur zwei öde Eilande berührte. Zwischen den niedrigenund den Marquisen-Jnseln segelte Magalhaens hindurch, ohnesie zu bemerken. Endlich traf man unter 32° n. B. die Inselgruppeder Marianen, die sich gleich schön bepflanzten Gärten voller Kokos-palmen, Bananen, Zuckerrohr- und Reispflanzungen aus den Wogenerhoben. Es gelang, von den Eingebornen Früchte und Fische einzu-tauschen. Als diese aber auf den Schiffen alles Mögliche zu stehlenanfingen, mußte man sie mit Gewalt fortjagen, und die Inseln führen