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Schon in der Unterschule war Heinrich Dufour unter seinenKameraden der Leiter von Kriegsspielen. 1798 wurde die Stadt zuFrankreich geschlagen und stark mit französischen Truppen besetzt. DerenÜbungen folgte der junge Dufour mit dem größten Interesse. ZumSchrecken der alten Magd zu Hause wiederholte er die soldatischenÜbungen in der großen Küche. Seinen Mut und Edelsinn bewies erdadurch, daß er im Kreise seiner Jugendgenossen die Schwachen undBedrängten gegenüber jeder Böswilligkeit schützte.
Große Vorliebe zeigte Dufour für das Zeichnen. Armbrust undPfeile, Luftballons und ein bis ins einzelne ausgeführtes Modell einesSegelschiffes gestaltete er mit großer Geschicklichkeit. Unter seinenAltersgenossen war er der beste Ruderer und Schwimmer. Ausflügeaus das Land bildeten für ihn die liebsten Erholungen. Wie oft be-suchte er den nahen savoyischen Berg Saleve! Um den Körper abzu-härten, schlief er nicht selten auf dem bloßen Zimmerboden.
Im Alter von 18 Jahren wünschte Heinrich Dufour in dieMilitärschule zu Paris einzutreten. Doch ihm mangelten noch mathe-matische Vorkenntnisse. Diese erwarb er sich durch privaten Unter-richt. Um ihn selbst bezahlen zu können, erteilte Dufour hinwiederAnleitung im Zeichnen und erstellte für seine Mutter Stickmuster,die sie dann mit geschickter Hand ausführte. So wurde die Versetzungnach Paris ermöglicht.
Schon im zweiten Jahre des Aufenthaltes daselbst erhielt Dufourals Unteroffizier 20 Fr. Monatssold. Nun verzichtete er auf Geld-sendungen von Hause. 1809 wurde er als Offiziersaspirant in dieGenieschule zu Metz versetzt. Schon 1810 erhielten die fünf bestenjungen Lieutenants daselbst, unter ihnen Dufour, den Befehl, sichauf die jonische Insel Korfu zu begeben, um daselbst Befestigungs-arbeiten zu leiten. Andernfalls hätten sie wohl den 1812er Feldzugnach Rußland mitmachen müssen.
Auf Korfu verfertigte der junge Genfer Ingenieur eine Plan-zeichnung der Insel und der Festungsstadt. Da zu allererst kamen erund seine Arbeitsgenoffen auf die Idee, durch Höhenkurvenlinien dasKartenbild reliefartig zu gestalten. Bei einer Ausfahrt auf das Meerwurde Dufours Kanonenbarke von englischen Schiffen überfallen. Wäh-rend des Kampfes entzündete sich der Pulvervorrat auf dem fran-zösischen Fahrzeuge. Hauptmann Dufour, stark verbrannt, stürzte sich