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Schweizerischer Jugendfreund : illustriertes Lesebuch für die Oberstufe der Volksschule
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Mann zu seinem Ehrenpräsidenten ernannte, als das beste aller be-stehenden Kartenwerke bezeichnet wurde.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte Dufour im Kreise seiner Fa-milie bei Genf, oft von hohen und berühmten Männern besucht. Er-lebte sehr einfach; in strenger Regelmäßigkeit stand er früh auf undging abends um 10 Uhr zu Bett. Jeden Sonntag nahm er denselbenPlatz in der Kirche ein. Am Abend las er gern den Seinigen etwas vor.Als er am 14. Juli 1875. fast 88 Jahre alt, verschied, trauerte dasganze Schweizervolk um einen seiner tüchtigsten und besten Bürger.

186 . An mein Vaterland.

Gottfr. Keller, Gedichte, 1846,

mein Heimatland! O mein Vaterland!

Wie so innig, feurig lieb' ich dich!

Schönste Ros', ob jede mir verblich,duftest noch an meinem öden Strand!

Als ich arm, doch froh, fremdes Land durchstrich,Königsglanz mit deinen Bergen maß,

Thronenflitter bald ob dir vergaß:

Wie war da der Bettler stolz auf dich!

Als ich fern dir war, o Kelvetia!faßte manchmal mich ein tiefes Leid;doch wie kehrte schnell es sich in Freud',wenn ich einen deiner Söhne sah!

G mein Schweizerland, all mein Gut und Hab!

Wenn dereinst mein banges Stündlein kommt,ob ich Schwacher dir auch nichts gefrommt:nicht versage mir ein stilles Grab!

Werf' ich ab von mir dies mein Staubgewand,beten will ich dann zu Gott dem Herrn:

„Lasse strahlen deinen schönsten Sternnieder auf mein irdisch Vaterland!"