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LS5. Rat zum Frieden.
I. Pauli. Schimpf und Ernst.
^^an zog einmal aus in einen Krieg mit großer Rüstung. Dastund ein Narr da und fragte, was es gäbe. Man sprach: „Es gehtin den Krieg". Der Narr fragte weiter: „Was thut man in demKrieg?" Man antwortete: „Man verbrennt Dörfer und erobertStädte, verderbt Wein und Korn und schlägt einander tot." — „Warumgeschieht das?" — „Daß man Frieden mache". Da sagt der Narr:„Wenn es nach mir ginge, so wollte ich vor dem Kriege Friedenmachen und nicht nachher, wenn der Schaden geschehen ist".
LS6. Friede ernährt, Unfriede verzehrt.
Alles machet mein und dein, daß man nicht kann friedlich sein.
Logau.
Wenn ein Mühlstein vom Berge rollt,kannst ohne Schande du zur Seite springen.
Wenn dir ein Unvernünftiger grollt,mit ihm zu streiten, soll dir's Ehre bringen? RMert.Disteln und Dornen stechen sehr, falsche Zungen noch viel mehr.Wer über andre Schlechtes hört,soll es nicht weiter noch verkünden;gar leicht wird Menschenglück zerstört,^doch schwer ist Menschenglück zu gründen. B-denst-dt.
Dom Hörensagen und Wiedersagen wird mancher auf das Maul ge-schlagen.
Daß viele unrecht gehen, macht den Weg nicht recht.
Fege vor deiner Thür, so brauchst du Besen genug.
Wer ein gläsern Dach hat, muß nicht mit Steinen werfen.Was der Löwe nicht kann, das kann der Fuchs.
Alter Fuchs, alte List.
Keine Krähe hackt der andern ein Auge aus.
Wer Scherz ausgiebt, muß Scherz einnehmen.