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Schweizerischer Jugendfreund : illustriertes Lesebuch für die Oberstufe der Volksschule
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Feinden; mögen sie den Frieden jetzt finden, da ich zum ewigen Friedeneingehe. Ich hätte gern noch einen Monat gelebt für meine letzten Ar-beiten; aber ich danke auch Gott, der mich von diesem Erdenleben ab-ruft". In den Morgenstunden des 17. Februar verschied er; bei demSchulhause des Dorfes Birr ward seine sterbliche Hülle in die Erdegesenkt. Nur wenige Freunde konnten dem Begräbnis beiwohnen, dennes lag hoher Schnee. Die Lehrer der umliegenden Ortschaften und dieDorfkinder sangen ihm ihren Dank in das Grab nach. Im Jahre 1846,hundert Jahre nach seiner Geburt, wurde ihm vom Kanton Aargau in derdem Kirchhof zugewendeten Seite des Schulhauses in Birr ein -schönesGrabdenkmal gestiftet, das unter Pestalozzis Brustbild die Inschrift trägt:

Heinrich Pestalozzi,geb. in Zürich am 12. Jänner 1746,gest. in Brugg am 17. Hornung 1827.

Retter der Armen im Ncuhof,

Prediger des Volkes in Lienhard und Gertrud,zu Staus Vater der Waisen,zu Burgdors und MünchenbuchseeGründer der neuen Volksschule,zu Iferten Erzieher der Menschheit.

Mensch, Christ, Bürger.

Alles für Andere, für sich nichts!

Segen seinem Namen!

248. Wanderers Nachtlied.

Joh. Wolfgana von Goethe, Gedichte.

Aer du von dem Himmel bist,alles Leid und Schmerzen stillest,den, der doppelt elend ist,doppelt mit Erquickung füllest.

ach, ich bin des Treibens müde!Was soll all der Schmerz und Lust?Süßer Friede,

komm, ach komm in meine Brust!

24S. Ein Brief Schillers an seine Schwester.

Schillers Briefe. Krit. Gesamtausgabe von F. Ionas, IV. Bd.

Jena, 25. April 96.

^)u wirst nun auch erfahren haben, liebste Schwester, daß dieLuise ernstlich krank geworden, und unsere arme, liebe Mutter allesTrostes beraubt ist. Verschlimmerte es sich mit der Luise oder garauch noch mit dem lieben Vater, so wäre die arme Mutter ganz undgar verlassen. Der Jammer ist unaussprechlich. Kannst Du es möglich