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Teil:
Walter:
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Die Bäume sind gebannt; das ist Hie Wahrheit. Siehstdu die Firnen dort, die weißen Hörner, die hoch bis in denHimmel sich verlieren?
Das sind die Gletscher, die des Nachts so donnernund uns die Schlaglawinen niedersenden.
So ist’s, und die Lawinen hätten längst den FleckenAltdorf unter ihrer Last verschüttet, wenn der Wald dortoben nicht als eine Landwehr sich dagegen stellte.
Gibt’s Länder, Vater, wo nicht Berge sind?
Wenn man hinuntersteigt von unsern Höhen und immertiefer steigt den Strömen nach, gelangt man in ein großes,ebnes Land, wo die Waldwasser nicht mehr brausendschäumen, die Flüsse ruhig und gemächlich ziehn. Dasieht man frei nach allen Himmelsräumen, das Kornwächst dort in langen, schönen Auen, und wie einGarten ist das Land zu schauen.
Ei, Vater, warum steigen wir denn nicht geschwindhinab in dieses schöne Land, statt daß wir uns hierängstigen und plagen?
Das Land ist schön und gütig wie der Himmel; dochdie’s bebauen, sie genießen nicht den Segen, den siepflanzen.
Wohnen sie nicht frei wie du, auf ihrem eignen Erbe?
Das Feld gehört dem Bischof und dem König.
So dürfen sie doch frei in Wäldern jagen?
Dem Herrn gehört das Wild und das Gefieder.
Sie dürfen doch frei fischen in dem Strom?
Der Strom, das Meer, das Salz gehört dem König.
Wer ist der König denn, den alle fürchten?
Es ist der eine, der sie schützt und nährt.
Sie können sich nicht mutig selbst beschützen?
Dort darf der Nachbar nicht dem Nachbar trauen.
Vater, es würd’ mir eng im weiten Land; da wohn’ich lieber unter den Lawinen.
Ja, wohl ist’s besser, Kind, die Gletscherberge imRücken haben, als die bösen Menschen.
Friedrich Schiller.