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Lesebuch für die Gemeinde- und Fortbildungsschulen des Kantons Aargau : 6.-8. Schuljahr: 6.-8. Klasse der Gemeindeschule und 1.-3. Klasse der Fortbildungsschule / im Auftr. des Erziehungsrates des Kantons Aargau unter Mitwirkung der kantonalen Lesebuchkommission verf. von Alfred Lüscher und Otto Ott
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kribbelt's an der uns gegenüber liegenden Mauer hinunter, und rechtsund links von dieser brechen dicke Kolonnen auf uns ein. Ich ziehe imLaufschritt die Anterstützungstruppen an den Waldrand; dann schrei' ichmit der Fistel:

Rechts und links marschiert auf! Marsch! Marsch! Dann lang-gezogen: Schnellfeuer!

And die Lölle tut sich bei uns auf. Mit wundervollem Mut,mit prächtigem Vorwärts, weit die Offiziere voran, und wenn sie fallen,springen andere vor, so dringt's her gegen uns. Aber der Feind kannnichts machen gegen unser Blitzfeuer. Er muß zurück. Verwundeteschwanken auf uns zu.

Da kommt der Lauptmann wieder. Er drückt mir die Land.And ein Funkelfeuer wirft sein Auge in mein Lerz. Ich weiß, waser will: Auf! schreit er, und vorwärts, glühend er voran, mit Marsch,Marsch auf den Feind. Wir sind an der Mauer. Linauf! Linab!Mann gegen Mann. Ein langer feindlicher Jäger hebt mich am Kragenhoch und will mich wie einen Lasen abfangen. Aber: La! faucht esneben mir durch die Nase, und Cziczan, der alte Wachtmeister,fiutscht"ihm das aufgepflanzte Seitengewehr durch die Rippen. Einen Augen-blick schau'ich mich um: da steht er neben mir: La! schnaubt er durchdie Nase. Seine Augen rollen.

And Stoß auf Stoß und Schlag aus Schlag. Ein feindlicherOffizier zielt zwei Schritte vor mir auf mich mit seinem Revolver.Ich springe mit dem Degenknauf auf ihn zu. Bums! lieg' ich. Aberes war nicht gefährlich. La! hör' ich Cziczan, und der Offizier hatvon ihm einen Schuß durch die Stirn. Ich bin schon wieder hoch.Meinen Lauptmann erblick' ich, von drei, vier Jägern angegriffen.Den einen würgt er; gegen den zweiten, der wütend mit dem Kolbenauf ihn einschlägt, hält er den Säbel hoch. Cziczan, Cziczan, ruf' ichheiser, Cziczan, Cziczan! Der Lauptmann, der Lauptmann! La!und wir springen wie wilde Katzen auf den Raub. Das war hohe Zeit.

Auf dem Kirchhof sieht's greulich aus. Der Feind, immer wiederunterstützt, wehrt sich verzweifelt. Auch wir haben Lilfe erhalten. Nachwie vor ist der Kirchhof umstritten.

Aus der offenen Tür der Kapelle quillt ein dicker, schwarzer Qualm;er schlägt draußen nach oben zum Turm. Dieser steht in Flammen.

Grausig sieht's drinnen aus. Es wird gekämpft hier bis zumäußersten, fast um jeden Stuhl. Ein feindlicher Infanterist hat imTodesschmerz die halb herabgeschleuderte Madonna umfaßt. Er istlängst tot. Aber und über sind er und das Muttergottesbild in Blutgebadet. Cziczan ist es gelungen, auf die Kanzel zu klettern. Vonhier gibt er sicher Schuß auf Schuß in den Knäuel. Vom Altar sind