Buch 
Lesebuch für die Gemeinde- und Fortbildungsschulen des Kantons Aargau : 6.-8. Schuljahr: 6.-8. Klasse der Gemeindeschule und 1.-3. Klasse der Fortbildungsschule / im Auftr. des Erziehungsrates des Kantons Aargau unter Mitwirkung der kantonalen Lesebuchkommission verf. von Alfred Lüscher und Otto Ott
Entstehung
Seite
208
JPEG-Download
 

208

Heinrich Pestalozzi,gob. in Zürich am 12. Jänner 1746,gest. in Brugg am 17. Hornnng 1827.

Retter der Armen im Neuhof,

Prediger des Volkes in Lienhard und Gertrud,zu S t ans Vater der'Waisen,zu Burgdorf und Münchenbuch seeGründer der neuen Volksschule,zu Iferten Erzieher der Menschheit.

Mensch, Christ, Bürger.

Alles für Andere, für sich nichts!

Segen seinem Namen!

Nach versch. Verfassern.

32. Zur Beherzigung.

Adel sitzt im Gemüte, nicht im GebUite.

Stille Wasser gründen tief.

Redet Geld, so schweigt die Welt,

Strenge Herren regieren nicht lange.

Was Hände bauten, können Hände stürzen.

Der Hausfrau Augen kochen wohl.

Des Herrn Augen machen die Pferde fett.

Wenn der Herr kurzsichtig ist, so ist der Knecht blind.

Im Dunkeln ist gut munkeln.

Wer ein gläsern Dach hat, muß nicht mit Steinen werfen.

Es kann der Krümmste nicht im Frieden leben, wenn es dem bösenNachbar nicht gefällt.

Was kümmerts den Mond, wenn ihn die Hunde anbellen.

Disteln und Dornen stechen sehr, falsche Zungen noch viel mehr.Vorn Hörensagen und Wiedersagen wird mancher auf das Maul geschlagen.Der Horcher an der Wand hört seine eigne Schand.

Man bläst so lange in die Asche, bis einem die Funken in die Augenstieben.

Daß viele unrecht gehen, macht den Weg nicht schlecht.

Wider den Strom ist übel schwimmen.

Freunde in der Not gehen hundert auf ein Lot.

Dem Schwachen ist der Stachel auch gegeben.

Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.

Du sollst dem Ochsen, der drischt, das Maul nicht verbinden.

Rast ich, so rost ich!

Immer vorwärts, nie zurück!