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Lesebuch für die Unterklassen schweizerischer Volksschulen / von Gerold Eberhard
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und nahm keinen weitern Schaden. Wir alle sagten: Gottlob, daß keinUnglück geschehen ist! Als die Sonne untergegangen war, fuhren wirfröhlich nach Hause.

Aufgabe: Abfassung ähnlicher Berichte über die Erbauung einerSchneeburg, eines Schneemannes, einen Eislauf, die Christbcscherungu. s. w.

II. Zur Heimatkunde.

80. Die Einwohner von Bergheim.

Im Dorfe Bcrgheim wohnen etwa 1-lO Haushaltungen oderFamilien. In allen zusammen zählt man ungefähr 1000 Menschen.Sie haben einen Geineindrath und einen Ammann; die müssen dafürsorgen, daß eine gute Ordnung in der Gemeinde herrsche. Die Ge-meinde Bergheim hat auch einen Pfarrer. Er verkündigt die LehreJesu und weist den Menschen den Weg zum Himmelreiche. Es sindferner zwei Lehrer da; die unterweisen in zwei Schulen die Kinder inallem Guten. Die untere Schule, welche ich besuche, enthält 62 Schüler,die obere 55. Außerdem ist noch eine weibliche Arbeitsschule für dieMädchen da.

Die meisten Leute in Bergheim sind groß, gesund und kräftig.Fast alle geben sich mit der Feldarbeit ab. Sie müssen tüchtig schaffen,um die vielen Güter in rechter Ordnung zu erhalten. Etwa 15 Per-sonen gehen alle Tage nach Lindhcim, wo sie in der Baumwollen-spinnerei ihr Brot verdienen. Einige Einwohner haben aber nochandere Beschäftigung. Einer ist nämlich Arzt, und mehrere treiben

verschiedene Handwerke. In Bcrgheim gibt es einen Müller, einen

Bäcker, einen Wagner, einen Schmied, zwei Schlosser, einen Schreiner,einen Glaser, zwei Zimmcrleute, zwei Maurer, einen Hafner, dreiSchneider, drei Schuster, zwei Näherinnen, einen Weber, einen Seilerund zwei Krämer.

Auch die Kinder werden neben der Schule zur Arbeit ange-halten, besonders im Sommer. Da müssen sie das Vieh vor dem

Pfluge treiben, Unkraut jäten, auf den Wiesen das gemähte Gras

zerstreuen und das Heu wenden, Achren, Obst und Kartoffeln auf-lesen, Vieh hüten und noch vieles mehr. Das Betteln wird für eine