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Aber die von Amstäg hatten keine große Lust dazu; denn sie mochtendie Franzosen nicht leiden. Da trat ein Offizier zu einem kräftigenBauernjungen, Namens Franz Tranjot, und zwang ihn mitheftigen Stößen und Schlägen zu dem Dienste. Tranjot lud die Vorrätheauf ein Pferd und folgte der Kriegsschaar nach.
Als er die Höhe des Berges bald erreicht hatte, sah er am Randedes Berges einen französischen Offizier steif und halb erfroren imSchnee liegen. Derselbe wäre gewiß in der Kälte umgekommen, wennihm niemand Hülfe geleistet hätte. Franz erkannte ihn sofort als
den Offizier, der ihn geschlagen hatte. Dennoch erbarmte er sich
seiner, lud ihn auf seine Schulter und trug ihn mit großer Müheneben seinem Pferde her den Berg hinauf bis zu den Soldaten. DerFranzose kam bald wieder zur Besinnung. Als er erfuhr, wer ihn
vom Tode gerettet habe, da erstaunte er. Tranjot aber zupfte ihnam Ermel und sprach zu ihm: „Gelt, du stößest mich jetzt nicht mehr ?"Der Offizier war beschämt und dankte seinem Retter mit tiefer
Rührung.
8. Das Samenkorn.
Zwei Wanderer zogen gemeinsam über Land, und als sie unter-wegs ausruheten in einer Herberge, erscholl plötzlich* das Geläute derGlocken und ein Geschrei, daß eine Feucrsbrunst sei im Dorfe. Dasprang der eine Wanderer auf, warf seinen Stab und seinen Bündel vonsich, um eilends zu helfen. Der andere aber hielt ihn zurück und sprach:„Weßhalb sollten wir hier verzögern? Sind nicht Hände genug zumHelfen? Was kümmern uns die Fremden?"
Aber jener hörte nicht auf die Rede, sondern lief hinaus zu dembrennenden Hause. Nun folgte der andere langsam und stand und sahzu von ferne.
Vor dem brennenden Hause aber stand eine Mutter wie erstarrtund rief: „Meine Kinder, meine Kinder!"
Als der Fremdling solches hörte, sprang er in das brennendeHaus zwischen den krachenden Balken, und die Lohe schlug um ihn her.Das Volk aber rief: „Der ist verloren!"
Als man nun harrete eine Weile, siehe, da trat er hervor mitversengtem Haare und trug zwei Kindlein auf den Armen und brachte