Sommer
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zu sangen. Es war so komisch, wie man im Wasser gar nichtrasch gehen konnte. Die Kinder versuchten zu tauchen undübten sich im Schwimmen.
„Seekinder müssen schwimmen können wie die Enten!" sagtePapa immer.
Hans schwamm schon ziemlich gut. Marianne machte fünfoder sechs Züge; dann fing sie an zu zappeln, bis sie mit denFührn an den Boden kam. Das war noch nicht das Richtige.Lotti wagte gar nicht recht, sich auf das Wasser zu legen.
„Ich hab' immer Angst, ich komme mit dem Kopf hinunterund könne dann nicht mehr atmen!" sagte sie.
Hans erinnerte Mama daran, dah er letztes Jahr eineSchwummel gehabt habe, mit der er ganz leicht schwimmengelernt.
„Ja, Mama, bitte, mach' uns Schwummeln!" riefen Ma-rianne und Lotti, und Werner, der das Wasser gar nicht liebteund immer mörderlich schrie, wenn Sophie ihn eintauchte, bet-telte natürlich mit: „Mir auch eine Schwummel! ich will auchschwimmen!"
Zu einer Schwummel brauchte man von den Binsen, dieda und dort im See wuchsen, wo er nicht tief war. Manband die leichten Stengel mit Bindfaden zu einem langen,geraden, stark armdicken Bündel zusammen, den man dann inder Mitte knickte und an beiden Enden durch eine Schnur ver-band. Zum Schwimmen legte man sich in das Dreieck hinein.Eine frische Schwummel trug einen so sicher, dah man damithätte über den See schwimmen können. Nach und nach wurdesie gelb und welk und trug mit jedem Tage weniger gut. Aberwährend der Zeit hatte man gelernt, sich selber über Wasserzu halten und vorwärts zu kommen. Und wenn die Schwum-mel gar nichts mehr taugte, ging das Schwimmen ohne sie.
2n der Nähe der Seeweid gab es nicht viele und keinegroßen Binsen. Man muhte sie weiter seeaufwärts holen.Mama versprach aber, dah die Kinder Schwummeln bekommensollten.
„Nur müht ihr noch eine Weile warten, bis sie hoch unddick gewachsen sind," sagte sie. „Dann fährt Fritz Völklein oderSophie einmal mit euch hinaus. Bis dahin zappeln Marianneund Lotti halt noch eine Weile im Wasser herum, so gut esgeht."