Band 
[Erster Band.]
Seite
96
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Sommer

43. 3ugendfest.

Von Arnold Büchli.

Früh weckt die Stadt Kanonendonnerschlag.

Die Läden auf! O seht, welch schöner Tag!

Die Wache wirbelt durch die Gaß vorbei,

Und jedes Haus durchblitzt ein Iubelschrei.

Heut kürzt man srohgewillt die liebe Ruh,

Zur Hand schon liegen Kränzlein, Kleid und Schuh.Die Mädchen bleiben lang im Kämmerlein,

Und offen knarren stetig Schrank und Schrein.

Ein harzig Duften haucht straßaus und einWie wellend Sommerwehn im Tannenhain.

Hat drunten denn der Hard sich aufgemachtUnd ist ins Tor gewandert über Nacht?

Juchhei, von Dreiecksatz und Flexion

Manch blauen Morgen ging's ins Moos davon!

O tauige Frische früh im Heimatwald,

Von lauter Jugend Jauchzen hoch durchhallt.

Vom Schulhausfirst lodert ein FahnenflorHerab aufs Fichtenwäldchen vor dem Tor.

Dort knüpft der Hauptmann noch ein Kranzband festUnd streift dann zärtlich durch das Tanngeäst.

44. Sommerlandschaft.

Von Arnold Büchli.

Ein Heller Giebel grüßt vom BühlAus Reben und aus Birnbaumkränzen,

Vom Ufer lockt ein Lüftchen kühl,

Durch Weinlaub flimmert Wellenglänzen.

Ein Trommler übt am Haldenrand,

Die Heuer rufen auf den Feldern.

Talüber knallt der SchützenstandUnd widerhallt an fernen Wäldern.

Ein kornblond Mädchen träumt im Heu.

Sieh dort im Seeblau Segelblinken!

Und rauschend schäumt das Schiff vorbei,

Weit folgt ihm Jauchzen noch und Winken.