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8. Wann erblick’ ich selbst die Linde,auf den Kirchenplatz gepflanzt,
wo gekühlt vorn Abendwindeunsre frohe Jugend tanzt?
9. Wann des Kirchturms Giebelspitze,halb im Obstbaumwald versteckt,
wo der Storch auf hohem Sitzefriedlich seine Jungen heckt?
10. Traute Heimat meiner Väter,wird bei deines Friedhofs Tür
nur einst, früher oder später,
auch ein Ruheplätzchen mir! Joh .GaudenzD.saiis-Seewis.
12. Tod in Ähren.
1. Im Weizenfeld, in Korn und Mohn,liegt ein Soldat, unaufgefunden,
zwei Tage schon, zwei Nächte schon,mit schweren Wunden, unverbunden,
2. durstüberquält und ßeberwild,im Todeskampf den Kopf erhoben.
Ein letzter Traum, ein letztes Bild,sein brechend Auge schlägt nach oben.
3. Die Sense rauscht im Ährenfeld,er sieht sein Dorf im Arbeitsfrieden.
Ade, ade, du Heimatwelt —
und beugt das Haupt und ist — verschieden.
Detleo d. Liliencron.
13. Soinnrerabend.
\. ®, lueg doch, wie isch d' Surrn so müed!Lueg, wie si d'Lseimet «bezieht!
® lueg, wie Strahl um Strahl verglimmt,und wie si ’s Fazenetli nimmt,e wülkli, blau mit rot vermüscht,und wie si an der Stirne wuscht!
2 . 's isch wahr, si het au übel Zit,im Summer gar: der lveg isch wit,