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16. Brandolf von Stein.
1. An die Mauern rasseln schwere Leitern,
auf den Sprossen drängt’s und tobt’s von Streitern;doch der Willkomm scharfer Hellebartenstößt die Welschen von den steilen Wartenauf der Veste Iverdun.
2. Sturm und Anlauf habt ihr abgeschlagen.Sendet, Schweizer, daß wir uns vertragen!
Und der Hauptmann kommt herausgeschritten,der von Stein — sein Weg ist abgeschnitten
von der Veste Iverdun.
3. Euer Hauptmann ist ins Garn gegangen —nun ergebt euch, sonst wird er gehangen!
Hei, wie schob manch Haupt und mancher Nackendurch die Scharten sich und durch die Zackenauf der Veste Iverdun!
4. Laßt euch nicht den guten Mut verderben,muß ich gleich von Henkers Händen sterben;einen andern Hauptmann sollt ihr wählen,meine Seele aber Gott befehlen
vor der Veste Iverdun. Mdo ,
17, Schweizer und Landsknechte.
Im Rheintal gegen die Schweizer hielt der Landsknechte Schar,des Feindes fester Stellung nahmen sie ungern wahr;sie sah'n aus ihrem Lager mit Grimm die Höh'n hinaus,stolzierend in roten Wämsern, gestemmt die Faust am Knauf.
5 Sie sangen, tanzten und trieben der argen Kurzweil viel,der Krug lag bei der Trommel und draus das Würfelspiel.
Sie kneiften in die Wangen und nahmen den Fingerringder jungen Dirne, die eilig vorbei am Lager ging.vor Altmoos hielten ihrer zweitausend an der Zahl,
10 die Eidgenossen sahen vom Berg herab ins Tal.
Gescholten und vergolten ward mancher Schimpf und Hohnund manchem kecken Trotzwort ein Schuß dafür zum Lohn.
Da fiel es eines Tages den guten Gesellen ein,
sie wollten zur Hochzeit laden die Hirten auf dem Stein,
J5 sie hingen Brautgewande mit Fleiß um eine Kuh,
sie banden ihr um die Klauen auch nette Schnabelschuh',
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