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Lesebuch für die deutschen Primarschulen des Kantons Graubünden : 4. Schuljahr / [P. Conrad und A. Florin] ; hrsg. vom Kleinen Rat
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hieß die Männer mit ihren Geschenken ins Schloß gehen undzog seines Weges. Kaum hatten die zwanzig die Burg betreten,so nahmen sie die verborgenen Spießeisen unter dem Wamsehervor und steckten sie auf die langen Stöcke. So waren sie gutbewaffnet. Durch Hörnerruf gaben sie jetzt ihren Freunden einZeichen. Sofort eilten diese herbei. Die Burg wurde erobert,aller Hausrat hinausgeschafft und die Feste bis auf den Grundgeschleift. Auch Roßberg wurde zerstört.

3. Als der Landvogt vernahm, was geschehen war, wollteer mit seinen Dienern über die Berge fliehen. Das konnten sienicht wegen des hohen Schnees. Da flohen sie dem Eebirg nachüber Alpnach hinunter auf Luzern zu. Man sah sie wohl; aberman ließ sie ohne Beleidigung gehen, wie abgeredet war. Auchdie gefangenen Schloßknechte und das Hausgesinde ließ man freiabziehen. Man tat ihnen kein Leid, weder an ihrem Leib, nochan ihrem Gut; aber das Land mußten sie verlassen.

4. Am gleichen Neujahrstage räumten auch die von Uri ihrLand und zerstörten die neuangefangene Feste, die der WüterichGeßler Zwing Uri unter die Stegen nennen wollte. Wie dieUnterwaldner und Urner, so machten es auch die Schwizer.Werner Stauffacher und die Bundesleute zerstörten die BurgLowerz, im Lowerzersee gelegen.

5. Am Sonntag nach Neujahr schickte jedes Land zum andernseine ehrbaren Boten. Sie schwuren einen Bund zusammen aufzehn Jahre und gelobten, einander brüderlich zu helfen und zuschirmen.

17. Wie Kaiser Albrecht ermordet wurde.

1. Kaiser Albrecht war sehr erzürnt über die Vertreibungseiner Vögte. Er kam im April des Jahres 1308 mit vielenRittern nach Baden im Aargau. Unter den Begleitern Albrechtswar auch sein Neffe, Johann von Österreich. Sein Vater warfrüh gestorben, und Albrecht wurde sein Vormund. Als derjunge Herzog selbständig geworden war, gab ihm sein Oheim