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weicht, seit der Befreiung Obwaldens an der Spitze des Landesgestanden. Gerne blickt man im Vorübergehen auch in eineWerkstätte, in welcher sich Knaben und junge Mädchen zu Holz-schnitzern ausbilden. In manchen Häusern sind Frauen undTöchter mit Strohflechterei beschäftigt. Am anziehendsten aberist ein Spaziergang durch die Nutzbaumallee, welche zum Seeführt. Auf dem nahen Hügel Landenberg steht das Zeug-haus, und hier, wo einst die Burg des österreichischen Land-vogts gestanden, wird nun seit 200 Zähren die Landsgemeindeabgehalten. Da wählt das freie Volk seinen Landammann undseine Richter und beschlietzt, was im Lande Gesetz sein soll.Die Stratze führt uns längs dem forellenreichen Sarnerseehin und an der Ruine der Burg vorbei.
5. Nun steigen wir auf die dritte Stufe des Tales hinauf.Da liegt der kleine Lungernsee, umgeben von einigen hun-dert Hektar Weidland. Noch vor einem Jahrhundert war dieAusdehnung des Sees viel grötzer, die des urbaren Bodensebensoviel geringer. Da kam man auf den Gedanken, den Seetiefer zu legen. Zm Jahre 1790 begann die Arbeit, und nachmanchen Unterbrechungen führte sie 1836 zum Ziele. Ein 400m langer Stollen wurde auf der Talseite in den Felsen getriebenund mit einer letzten Sprengung endlich, etwa 400 m unterdem Wasserspiegel, ein Loch in das Seebecken gerissen. Eineschwarze Rauchwolke quoll zum Stollen heraus, dann ein Mas-sengeschiebe von Holzklötzen und Sand und endlich das schäu-mende Wasser selbst. Mit lautem Jubel und Dank gegenGott begrüßte das Volk den Strom. Von Minute zu Minutesank der Wasserspiegel, und als er endlich feststand, waren über100 Hektaren Land zur Urbarmachung gewonnen. Noch er-forderte die schlammige Riedfläche manchen sauren Tag, bis siegutes Gras erzeugte; aber freudig gingen die Obwaldner andie Arbeit.
6. Von hier aus haben wir bald die Südgrenze Obwaldenserreicht. Aber wir wollen uns doch nicht versagen, die Höhe des