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Lesebuch für das fünfte Schuljahr
Entstehung
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Erstlich wenn ihr dem Manlwurf in den Mund schaut."Denn alle vierfüßigen Tiere, welche die Natur zum Nagen amPflanzwerk bestellt hat, haben in jeder Kinnlade, oben undunten, nur zwei einzige und zwar scharfe Vorderzähne und garkeine Cckzähne, sondern eine Lücke bis zu den Backenzähnen.Alle Raubtiere aber, welche andere Tiere fangen und fressen,haben vorn in jedem Kiefer scharfe Schneidezähne, sehr starkeEckzähne und hinter diesen zahlreiche Backenzähne. Wenn ihrnun das Gebiß eines Maulwurfs betrachtet, so werdet ihrfinden: er hat in der obern Kinnlade sechs und in der unternacht scharfe Vorderzähne und hinter denselben Eckzähne aufallen vier Seiten, und daraus folgt: er ist kein Tier, das anPflanzen nagt, sondern ein kleines Raubtier, das andereTiere frißt.

Zweitens, wenn ihr einem getöteten Maulwurf denBauch aufschneidet und in den Magen schaut." Denn was erfrißt, muß er im Magen haben, und was er im Magen hat,muß er gefressen haben. Nun werdet ihr, wenn ihr eineProbe machen wollt, nie Wurzelfafern oder so etwas in demMagen des Maulwurfs finden, aber immer die Häute vonEngerlingen, Regenwürmern und anderem Ungeziefer, dasunter der Erde lebt.

Wie sieht's jetzt aus?

Wenn ihr also den Maulwurf fleißig verfolgt und mitStumpf und Stiel vertilgen wollt, so thut ihr euch selbst dengrößten Schaden und den Engerlingen den größten Gefallen.Da können sie alsdann eure Wiesen und Felder verwüsten,wachsen und gedeihen, und im Frühjahr kommt erst noch derMaikäfer und frißt euch die Bäume kahl.

Nach I. P. Hebel.

9. Ursprung der Rose.

Den Rosenzweig benagt ein Lämmchen auf der

W eide;