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Lesebuch für das fünfte Schuljahr
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Abend war's; die Lerchen sangen;schnalzend sprang der Fisch im Strom auf,und in Fridolini Herzenzuckte dankbar fromme Freude.

Betend sank er in die Kniee;denn er kannt die Insel, die erlängst im Traume schon ersehen,und er pries den Herrn im Himmel.

Mit Kopfschütteln fuhr den fremdenMann auf rohgefügtem Tannflossdort ein wilder Schiffer über.

Rauh die Insel; Lind und Erlewucherten im sumpffgen Grunde,und am kieselreichen Uferstanden alte Weidenbäume,standen wenig Strohdachhütten.

Unverdrossen ging der Heilgean sein Werk bald stand sein Blockhausfestgezimmert in dem Grunde,vor dem Haus der Stamm des Kreuzes.

Und wenn abendlich sein Glückleinweithin klang: Ave Maria!und er betend kniet am Kreuze,schaute mancher aus dem Rheintalscheu hinüber nach der Insel.

Kaum ein Jahr war abgelaufen,

s war Palmsonntag niederstiegenrings von allen Bergeshaldendie Bewohner, und der Kahn trugsie zur Insel Fridolini.

Friedlich legten vor der InselSchwert und Schild und Axt sie nieder,und die Kinder brachen fröhlichsich die ersten Weidenblütenund die Veilchen an dem Ufer.

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