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Lehr- und Lesebuch für die Volksschule : 7. bis 9. Schuljahr (12. bis 15. Altersjahr) / von Ed. Schönenberger und B. Fritschi / Deutsche Sprache
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Dann sprach der Herr mit Heiterkeit:

Tätst du zur rechten Zeit dich regen,

Hättst dns bequemer haben mögen.

Wer geringe Dinge wenig achtt,

Sich um geringere Mühe macht!«

W. Göthe.

I. Ballade, Eomanzeund andere erzählende Gedichte.

32. Der blinde König.

1. Was steht der nordschen Fechter ScharHoch auf des Meeres Bord ?

Was will in seinem grauen HaarDer blinde König dort?

Er ruft in bitterm Harme,

Auf seinen Stab gelehnt,

Dass überrn MeeresarmeDas Eiland wiedertönt:

2. »Gib, Räuber, aus dem FelsverliessDie T echter mir zurück!

Ihr Harfenspiel, ihr Lied so süss,

War meines Alters Glück.

Vorn Tanz auf grünem StrandeHast du sie weggeraubt;

Dir ist es ewig Schande,

Mir beugts das graue Haupt.«

3. Da tritt aus seiner Kluft hervorDer Räuber gross und wild;

Er schwingt sein Hünenschwert emporUnd schlägt an seinen Schild:

»Du hast ja viele Wächter,

Warum denn littens die?

Dir dient so mancher Fechter,

Und keiner kämpft um sie?

4. Noch stehn die Fechter alle stumm,

Tritt keiner aus den Reihn;

Der. blinde König kehrt sich um:

»Bin ich denn ganz allein?«