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Fragt Praga, das die treuen Polen kennt!
Wir waren dort das vierte Regiment!
Drang auch der Feind mit tausend FeuerschlündenBei Ostrolenka grimmig auf uns an,
Doch wussten wir sein tückisch Herz zu finden,
Mit Bajonetten brachen wir die Bahn!
Fragt Ostrolenka, das uns blutend nennt!
Wir waren dort das vierte Regiment!
Und ob viel wack’re Männerherzen brachen,
Doch griffen wir mit Bajonetten an;
Und ob wir auch dem Schicksal unterlagen;
Doch hatte keiner einen Schuss getan!
Wo blutigrot zum Meer die Weichsel rennt,
Dort blutete das vierte Regiment.
0. weh! Das heil’ge Vaterland verloren!
Ach, fraget nicht: wer uns dies Leid getan ?
Weh’ allen, die im Polenland geboren!
Die Wunden fangen frisch zu bluten an. —
Doch fragt ihr: wo die tiefste Wunde brennt?
Ach, Polen kennt sein viertes Regiment!
Ade, ihr Bruder, die, zu Tod getroffen,
An uns’rer Seite dort wir stürzen sah’n!
Wir leben noch, die Wunden stehen offen,
Und um die Heimat ewig ist’s getan.
Herr Gott im Himmel, schenk’ ein gnädig’ End’
Uns letzten noch vorn vierten Regiment!
Von Polen her im Nebelgrauen rücken
Zehn Grenadiere in das Preussenland
Mit düsterm Schweigen, gramumwölkten Blicken.
Ein »Wer da?« schallt. Sie stehen festgebannt,
Und einer spricht: »Vorn Vaterland getrenntDie letzten zehn vorn vierten Regiment.»
J. Mögen.
44, Das Grab am Busento.
Nächtlich am Busento lispeln,
Bei Cosenza, dumpfe Lieder,
Aus den Wassern schallt es AntwortUnd in Wirbeln klingt es wieder.
Und den Fluss hinauf, hinunterZieh’n die Schatten tapfrer Gothen,