Den Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord,Und hemmet des Wanderers EileMit drohend geschwungener Keule.
»Was wollt ihr?« ruft er, vor Schrecken bleich,»Ich habe nichts als mein Leben,
Das muss ich dem Könige geben!«
Und entreisst die Keule dem Nächsten gleich,»Um des Freundes willen, erbarmet euch!«
Und drei mit gewaltigen StreichenErlegt er, die andern .entweichen.
Und die Sonne versendet glühenden Brand,
Und von der unendlichen MüheErmattet sinken die Kniee:
»O hast du gnädig aus Räubers Hand,
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,Und soll hier verschmachtend verderben,
Und der Freund mir, der liebende, sterben!«
Und horch, da sprudelt es silberhellGanz nahe, wie rieselndes Rauschen,
Und stille hält er, zu lauschen,
Und sieh’, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,.Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,Und freudig bückt er sich nieder,
Und erfrischet die brennenden Glieder.
Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün,Und malt auf den glänzenden MattenDer Bäume gigantische Schatten; *
Und zwei Wand’rer sieht er die Strasse zieh’n,,Will- eilenden Fusses vorüber flieh’n,
Da hört er die Worte sie sagen :
»Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.«
Und die Angst beflügelt den eilenden Fuss:Ihn jagen der Sorgen Qualen.
Da schimmern in Abendrots StrahlenVon ferne die Zinnen von Syrakus,
Und entgegen kommt ihm Philostratus,
Des Hauses redlicher Hüter,
Der erkennet entsetzt den Gebieter:
»Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,So rette das eigene Leben!
Den Tod erleidet er eben.