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So sprechend, stürzt im Harnisch er beherztHinunter in die Tiefe vorn Kastelle,
Und über seinen Leichnam spielt und scherztAufschäumend im Triumph des Stromes Welle.
J. N e s s 1 e r.
61. Der kleine Hydriot.
Ich war ein kleiner Knabe, stand fest kaum auf dem Bein,
Da nahm mich schon mein Vater mit in das Meer hinein,
Er lehrte leicht mich schwimmen an seiner sichern HandUnd in die Fluten tauchen bis nieder auf den Sand.
Ein Silberstückchen warf er dreimal ins Meer hinab.
Und dreimal musst’ ich’s holen, eh’ er’s zum Lohn mir gab.Dann reicht er mir ein' Ruder, hiess in ein Boot mich geh’nEr selber blieb zur Seite mir unverdrossen steh’n,
Wies mir, wie man die Woge tnit scharfem Schlage bricht,
Wie man die Wirbel meidet und mit der Brandung ficht.
Und von dem kleinen Kahne ging’s flugs ins grosse Schiff;
Es trieben uns die Stürme um manches Felsenriff,
Ich sass auf hohem Mäste, schaut über Meer und Land,
Es schwebten Berg’ und Türme vorüber mit dem Strand.
Der Vater hiess mich merken auf jedes Vogels Flug,
Auf aller Winde Wehen, auf aller Wolken Zug.
Und bogen dann die Stürme den Mast bis in die Flut,
Und spritzten dann die Wogen hoch über meinen Hut,
Da sah der Vater prüfend mir in das Angesicht, —
Ich sass in meinem Korbe und rüttelte mich nicht. —
Da sprach er, und die Wange ward ihm wie Blut so rot:»Glück zu, auf deinem Mäste, du kleiner Hydriot!« —
Und heute gab der Vater ein Schwert mir in die Hand,
Und weihte mich zum Kämpfer für Gott und Vaterland.
Er mass mich mit dem Blicke vorn Kopf bis zu den Zeh’n;
Mir war’s, als tät’ sein Auge hinab ins Herz mir seh’n.
Ich hielt mein Schwert gen Himmel, und schaut’ ihn sicher an,Und däuchte mich zur Stunde nicht schlechter als ein Mann.
Da sprach er, und die Wange ward ihm wie Blut so rot:
»Glück zu, mit deinem Schwerte, du kleiner Hydriot!«
W. Müller.
62, Der reichste Fürst.
Preisend mit viel schönen RedenIhrer Länder Wert und Zahl,Sassen viele deutsche FürstenEinst zu Worms im Kaisersaal.