Darum legt die Harfen ab!
Lasst darin die Windsbraut spielen!
Unser warten Thermopylen,
Perser — und im Schatten manch’ ein Grab.
G. Henvegh.
40. Das Lied von der Glocke.
Yivos voco. Mortuos plango. Fulgura frango.
Festgemauert in der Erden,
Steht die Form aus Lehm gebrannt.
Heute muss die Glocke werden!
Frisch, Gesellen, seid zur Hand!
Von der Stirne heissRinnen muss der Schweiss,
Soll das Werk den Meister loben;
Doch der Segen kommt von oben.
Zum Werke, das wir ernst bereiten,
Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;
Wenn gute Reden sie begleiten,
Dann Hiesst die Arbeit munter fort.
.So lasst uns jetzt mit Fleiss betrachten,
Was durch die schwache Kraft entspringt;
Den schlechten Mann muss man verachten,
Der nie bedacht, was er vollbringt;
Das ist’s ja, was den Menschen zieret,
Und dazu ward ihm der Verstand,
Dass er im innern Herzen spüret,
Was er erschafft mit seiner Hand.
Nehmet Holz vorn Fichtenstamme,
Doch recht trocken lasst es sein,
Dass die eingepresste FlammeSchlage zu dem Schwalch hinein.
Kocht des Kupfers Brei!
Schnell das Zinn herbei,
Dass die zähe GlockenspeiseFliesse nach der rechten Weise !
Was in des Dammes tiefer GrubeDie Hand mit Feuershülfe baut,
Hoch auf des Turmes Glockenstube,
Da wird es von uns zeugen laut.
Noch dauern wird’s in späten TagenUnd rühren vieler Menschen Ohr