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Dort lebt ein Gastfreund mir, Herr Walther Fürst,
Der über diese Zeiten denkt wie ich.
Auch lind ich dort den edlen BannerherrnVon Attinghaus — obgleich von hohem Stamm,
Liebt er das Volk und ehrt die alten Sitten.
Mit ihnen Beiden pfleg’ ich Rats, wie manDer Landesfeinde mutig sich erwehrt —
Leb’ wohl — und, weil ich fern bin, führe duMit klugem Sinn das Regiment des Hauses —•
Dem Pilger, der zum Gottesbause wallt,
Dem frommen Mönch, der für sein Kloster sammelt,Gib reichlich und entlass ihn wohlgepflegt.
Stauffacher’s Haus verbirgt sich nicht. Zu äusserstAm offnen Heerweg steht’s, ein wirtlich DachFür alle Wancl’rer, die des Weges fahren.
Indem sie nach dem Hintergründe abgehen, tritt Wilhelm Teil mitBaumgarten vorn auf die Szene.
Teil (zu Baumgarten),
Ihr habt jetzt meiner weiter nicht vonnöten.
Zu jenem Hause gehet ein, dort wohntDer Stauffacher, ein Vater der Bedrängten.
— Doch sieh’, da ist er selber. — Folgt mir, kommt!
(Gehen auf ihn zu; die Szene verwandelt sich.)
Vierte Szene.
Walther Fürst’s Wohnung.
Walther Fürst und Arnold von Meichthal treten zugleich ein vonverschiedenen Seiten.
M e 1 c h t h a 1.
Herr Walther Fürst —
Walther Fürst.
Wenn man uns überraschte!Bleibt, wo ihr seich Wir sind umringt von Spähern.
Melchthal.
Bringt ihr mir nichts von Unterwaiden ? nichtsVon meinem Vater? Nicht ertrag’ ich’s länger,
Als ein Gefang’ner mtissig hier zu liegen.
Was hab’ ich denn so Sträfliches getan,
Um mich gleich einem Mörder zu verbergen?
Dem frechen Buben, der die Ochsen mir,
Das trefflichste Gespann, vor meinen AugenWeg wollte treiben auf des Vogts Geheiss,
Hab’ ich den Finger mit dem Stab gebrochen.